«Da ist zunächst einmal eine neue Energie»

Bürgerbühnen am Stadttheater – zwischen Kunstanspruch, Wirklichkeitserfahrung und Sozialprojekt. Ein Gespräch mit den Theaterleitern Ulrich Khuon und Wilfried Schulz

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«Die Leute von der Bürgerbühne bringen eine Realität mit, die wir so in ihrer Vielfalt nicht erfahren würden.» (Wilfried Schulz)

Hajo Kurzenberger Es wird fortwährend darüber nachgedacht, wie man das Theater weiterentwickelt und wie die Reaktion des Theaters auf die gegenwärtige gesellschaftliche Situation aussehen sollte. Soziologen konstatieren die gesellschaftliche Fragmentarisierung, die Heterogenität der Gesellschaft, also die Auflösung der vermeintlich geschlossenen Bürgerlichkeit.

«Global» statt «lokal» ist das Schlagwort. Was hat das für eine Konsequenz für das Theater und damit auch für das Verständnis Ihrer Arbeit?
Ulrich Khuon Diese prinzipiellen Thesen, die umfassend für alle Städte in Deutschland sprechen wollen, sind heikel und zu flach. Zwischen so unterschiedlichen Städten wie Münster, Nürnberg oder Berlin liegen doch Welten. Freilich gibt es Tendenzen. Die sind aber immer dialektisch. Das heißt, die Bewegung lokal oder global verläuft gleichzeitig. Heterogenität kann man als Bedrohung oder als Lust empfinden. Dass sich zum Beispiel Kieze entwickeln, macht eher deutlich, dass eine Mehrzahl an Menschen Heterogenität gar nicht als produktive Herausforderung ...

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Theater heute März 2014
Rubrik: Bürgerbühnen, Seite 46
von

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