berlin: christoph winkler...
...ist Berliner Urgestein, 44 Jahre alt, von Martin Puttke an der Staatlichen Ballettschule Berlin zum Tänzer ausgebildet. Bekannt wurde er vor zwölf Jahren als Choreograf, der wirklich seriöse Fragen an den Tanz stellte. Warum hat kein Kunstchoreograf das Krumping erfunden? Warum glauben wir an «lebenslanges Lernen», die ständige Weiterbildung trotz des prekären Arbeitsmarkts für Tänzer (in «Taking Steps»)? Und umgekehrt: Weshalb verzichten wir auf allzu genaues Wissen? («Eine Geschichte»).
Diese beiden Stücke sind gemeinsam mit einer Premiere zu sehen, «Böse Körper», ein Stück, das noch eine gute Frage stellt: Warum ist im Tanz die Darstellung der «Bösen» eine so viel undankbarere Rolle als im Schauspiel? Winklers Fragen sind klug und glänzen, weil sie ihre Antworten mitten im Tanz finden und nicht in den Diskursen über ihn. Die Werkschau in den Sophiensaelen findet zwischen dem 7. und 15. April statt, die Premiere «Böse Körper» am 7. April.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2011
Rubrik: kalender highlights, Seite 34
von
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben. Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder...
...wurde soeben nicht nur das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wie zu diesem Anlass entstanden, ist im Netz nun auch eine interaktive Website zu dem Projekt «Dialoge 09» verfügbar, das 2009 im Neuen Museum Berlin entstand. Kurz vor der Eröffnung des Chipperfield-Umbaus folgten Tausende den 70 Tänzern von Sasha Waltz & Guests. Im Ansinnen, eine lebendige...
...hatte 2009 einen winzigen Auftritt im Episodenfilm «New York, I Love You»: Natalie Portman, die «Black-Swan»-Schauspielerin, castet einen Superstar des Royal Ballet, der im Film für einen Babysitter gehalten wird. Eine nette Unverschämtheit. Sie steht in Margaret Willis’ Acosta-Biografie. Die Autorin erzählt die Geschichte eines kubanischen Jungen, der kein...
