tanzarchiv: s.o.s. aus leipzig
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben.
Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder Nachlass muss umziehen, genau wie die übrigen, bislang in der Ritterstraße nahe dem Hauptbahnhof untergebrachten Bestände: Sie sollen auseinandergenommen, gesichtet (sprich: teilweise entsorgt) und schließlich an andere Standorte verbracht werden – was gleichbedeutend wäre mit dem Exitus einer exzellenten Forschungsstätte.
Exzellent vor allem aus zwei Gründen: Einerseits ist das Tanzarchiv Leipzig die einzige derartige Einrichtung im Osten der Republik und ausgesprochen benutzerfreundlich organisiert. Andererseits liest sich der Katalog der Künstler, deren Schaffen hier dokumentiert ist, wie ein Who’s Who der Ära des Ausdruckstanzes: Zu Laban gesellen sich Mary Wigman und Jean Weidt, die Publizistik ist mit Fritz Böhme, Eberhard Rebling und Rudolf Liechtenhan vertreten, und die jüngste Vergangenheit spiegelt etwa der ...
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Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 32
von Dorion Weickmann
...hat 1976 in Hamburg eine mehr als ungewöhnliche Adaption von «Schwanensee» herausgebracht. «Illusionen – wie Schwanensee» fußt auf der Spekulation, Vorbild für die männliche Hauptrolle in «Schwanensee», Prinz Siegfried, sei König Ludwig II. von Bayern gewesen. Entsprechend verzahnte Neumeier die Biografie des «Märchenkönigs» mit der «Schwanensee»-Geschichte....
...hat soeben den «Mouson Award» erhalten. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung über 15.000 Euro hatte die Choreografin schon vor der Verleihung für ihr neues Stück «Q61» aufgebraucht, auch wenn es am Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm nicht als Uraufführung gezeigt wurde, wie es die Preisstatuten fordern. Ann Van den Broek, die davor mit ihren Stücken «We...
3sat
23. April, 20.15h: Aterballetto tanzt «Come un respiro» und «Le sacre du printemps», Ch.: Mauro Bigonzetti, eine Aufzeichnung aus dem Festspielhaus Baden-Baden vom 8. April 2011
23. April, 21.45h: «Mauro Bigonzetti – ein Choreograf zwischen den Welten», Porträt von Andreas Morell
arte, www.artepro.com
6., 14. April, 5.00h: «Let’s Dance», Israel und der moderne...
