paperback: carlos acosta...

Tanz - Logo

...hatte 2009 einen winzigen Auftritt im Episodenfilm «New York, I Love You»: Natalie Portman, die «Black-Swan»-Schauspielerin, castet einen Superstar des Royal Ballet, der im Film für einen Babysitter gehalten wird. Eine nette Unverschämtheit. Sie steht in Margaret Willis’ Acosta-Biografie. Die Autorin erzählt die Geschichte eines kubanischen Jungen, der kein Balletttänzer werden will. Noch war es unvorstellbar, dass Fidel Castro in Kuba die von Acosta mitproduzierte Show «Tocororo» zwei Stunden lang loben würde – in einem seiner gefürchteten Selbstgespräche.

Noch war der junge Carlos froh, dass ihm eine Metallstange ins Genick fiel. Sie gab ihm Zeit für Streetdance, Fußball, Drogen. Er wollte ein gewöhnlicher Junge sein, aber Papa Pedro zwingt ihn in die Einsamkeit des Ruhms. Jede Rückkehr des gefeierten «Prix-de-Lausanne»-Gewinners und Houston-Ballet-Solisten nach Kuba, jede Sorge um die Daheimgebliebenen erwischt ihn buchstäblich auf dem linken Fuß. Wann immer er versucht, dem Ballett zu entkommen, verletzt er sich oder wird von seiner Familie verletzt. Dass dieser ­muskulöse Athlet, ein gefeierter Spartakus von 2007, der – wie in der Ballettwelt üblich – nur Banalitäten sagen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2011
Rubrik: medien, Seite 58
von Arnd Wesemann

Weitere Beiträge
genf: mandafounis, mazliah, zarhy «cover up»

Die drei Scherzkekse kommen unscheinbar daher: Sie tragen helle Stoffhose und T-Shirt, die wirken gräulich im fahlen Licht. Sie klettern behende aufeinander, bilden einen Körperturm wie die Bremer Stadtmusikanten, der einen Lidschlag später umfällt. Sie schreiten und tippeln über den weichen Flokatiteppich, der die Geräusche ihrer Schritte schluckt. Erst als...

bridget breiner

Zum Choreografen, so dachte Bridget Breiner, müsse man sich berufen fühlen. Doch ein Freund, der sehr viel Ahnung von Theater hat, drängte sie, es einmal auszuprobieren. «Das ist wichtig für deine künstlerische Entwicklung», meinte er. Es stand gerade ein Choreografenabend der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft an, und da sie Zeit hatte und zwei kreative Tänzer fand,...

dresden: die tanzwoche

Julius Skowronek musste ein paar muntere Streichungen zugunsten von «Tanzplan Dresden» erleiden. Nachdem sich diese Aktion nun sang- und klanglos verabschiedet hat, öffnet sich erstmals wieder die kleine szene in Mary Wigmans ehemaliger Villa für die Schweizer Kompanien drift und BewegGrund. «Finden und BeSuchen» nennen es die Veranstalter, wenn Performances im...