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Im März: Tanz im Exil 
Seit zwei Jahren ist die französische Kulturhistorikerin Laure Guilbert als Gast-Wissenschaftlerin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und des Centre Marc Bloch auf der Suche nach Material für ihr Forschungsprojekt «Migrant Dancing. Exil und Diaspora der deutschsprachigen Tanzszene 1933 – 1949». Sie ist nicht nur in Archiven fündig geworden, sondern hat auch mit den Nachkommen all jener gesprochen, die Nazi-Deutschland und Österreich verlassen mussten.

Über 300 Einzelschicksale hat die beurlaubte Ballettdramaturgin der Pariser Oper auf diese Weise erforscht und sich dabei nicht auf so prominente Beispiele wie Gertrud Bodenwieser beschränkt. Gerade die Lebenswege weniger bekannter Künstler aufzuspüren und in Fallstudien wieder bewusst zu machen, war ihr ein Bedürfnis über die wissenschaftliche Notwendigkeit hinaus.

Im April: Gesellschaftstanz
Chiffon und Pailletten für sie, Frack und Fliege für ihn und viel Schminke und Haarspray für beide – so in etwa sieht das Klischee aus, wenn die Rede auf Gesellschaftstanz kommt. Dabei ist die soziale und sportive Inszenierung nicht nur auf vielfältige Weise mit der Kunst verbandelt. Vielmehr hat sie sich in ...

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tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.

Vergriffen
Weitere Beiträge
Mohammad Abbasi

Mohammad Abbasi, Sie haben 2010 das Invisible Center of Contemporary Dance ins Leben gerufen. Wie kann man unsichtbar bleiben, wenn man vor Publikum auftritt? Wir veröffentlichen nichts online. Im Iran kann man tun, was man möchte, solange man für die Medien unsichtbar bleibt. Die iranischen Botschaften werten vor allem Medien aus, die eine große Reichweite haben,...

St. Gallen

Beim «Reigen seliger Geister» in Christoph Willibald Glucks Oper «Orfeo ed Euridice» scheiden sich die choreografischen Geister. Die einen geben der Musik nach und schwelgen im Elysium. Die andern setzen eine minimale Bewegungssprache dagegen, so etwa Joachim Schlömer in den 1990er-Jahren in Basel, wo die Liebe zwar im Gesang siegte, nicht aber im Tanz. Dritte...

Nach Augsburg

Ricardo Fernando trägt die brasilianische Sonne im Herzen. Wenn auf seiner Stirn düstere Wolken aufziehen, ist die Lage ernst. Am Theater Hagen ist die Lage ernst: Intendant, Generalmusikdirektor, Jugendtheaterleiter und mit Fernando nun auch noch der Ballettdirektor und Chef-Choreograf gehen zum Spielzeitende (tanz 12/16 und 1/17). Der 46-Jährige übernimmt in...