Trip in den Kongo
Ein kongolesischer Choreograf und eine Schweizer Krumperin mit kongolesischen Wurzeln lernen sich in Lausanne kennen und gehen gemeinsam auf Erkundungsreise in der Region Kasai, im Westen der Demokratischen Republik Kongo (RDC). Indem sie ihre vagen und komplementären Kenntnisse der Region zusammenschließen und gemeinsam einsetzen, entdecken sie nicht nur, was sie miteinander verbindet und gleichzeitig voneinander trennt. Vielmehr legen sie auch die Grundlage für ein dokumentarisches Tanztheater aus Krump und Kongo. Das klingt nach Abenteuer, beginnt aber in Lausanne.
Und das macht stutzig. Krump in der Schweiz? Gibt es! Zwar scheint sich das Bild des neutralen, friedliebenden Alpenstaats kaum mit den wilden Gesten der Krumper*innen und deren Hoodies zu vertragen, aber Mamu Tshi aus Lausanne belehrt uns gerne eines Besseren.
Mit bürgerlichem Namen heißt sie Amandine Tshijanu Ngindu. Daher der Titel ihres Solos, orchestriert von Faustin Linyekula: «Mamu Tshi, portrait pour Amandine». Die Eltern der Krump-Meisterin stammen aus der RDC und brachten ihre Tochter bereits als Kleinkind in die Schweiz. Die Verbindung mit der Heimatkultur hielt die Heranwachsende auch über den Tanz im ...
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Tanz Juli 2023
Rubrik: Report, Seite 46
von Thomas Hahn
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