Thomas Marek: "Thomas Marek - About Tap Vol. No. 2"

Hamburg

«Mein Name ist Thomas Marek, und ich bin Stepptänzer» – immer und immer wieder wabert dieser Sprachfetzen aus dem Off durch den Bühnenraum. Sechs Tap Dancer improvisieren im kaltblauen Licht zu Jazz und skurrilen Geräuschen. Eine Leinwand im Bühnenhintergrund blendet Bilder und Kommentare zu den einzelnen Protagonisten wie zufällig in die Szenerie. Wenn sich das chaotische Treiben lichtet, präsentieren sich die einzelnen Künstler mit ihren ganz persönlichen Bezügen zum Stepp, lassen Blicke in ihr  Inneres zu oder auch nur Einblicke in ihre Biografie.

Die einzelnen Auftritte sind fragmentarisch, episodenhaft, gehen Verbindungen ein zu Jazz, HipHop, Funk oder Pop. Sarah Petronio, 2005 ausgezeichnet mit dem Hoofer Award, erzählt über ihre Anfänge bei Jimmy Slyde und Chuck Green, mit denen sie auch auf der Bühne stand. Alte Filmaufnahmen aus der Zeit zeichnen das Bild von virtuosen Tap-Dance-Shows, die sich ganz dem Jazz Tap verschrieben. Ihre Tochter, Leela Petronio, wählt «gender» als ihren Bezug: «it does not matter if you are male or female when you are tap dancing» – Stepp als unisexuelle Performance.

«Ich hatte eine Hüftgelenksdysplasie – somit schieden Ballett und Jazztanz aus»: ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 47
von Tanja Thimm

Vergriffen
Weitere Beiträge
Bernardo Montet: "Les batraciens s' en vont"

Wenn Frösche und Echsen ihr Biotop verlassen, dient das der Arterhaltung. Im Theater geht es um mystischere Fragen. Amphibien stehen für changierende Identitäten, für Hermaphroditen, den Ursprung der Besiedelung der Landmassen und unsere Steuerung durch das Reptilienhirn.

Das Geheimnis der Lurche: Bernardo Montet, künstlerischer Leiter des Centre chorégraphique...

Dancing in secret

It is a balmy October afternoon in south Florida, and I am driving toward the Ah-Tah-Thi-Ki Museum on the Big Cypress Seminole Indian Reservation to meet members of Native Nations Dance Theatre. I can hardly believe this country road is a mere 80 miles west of the ugly billboard-burdened landscape of Ft. Lauderdale. The air is fresh. I’ve seen more than a dozen...

Was passiert in Bukarest?

Wer sich einmal durch die täglich an ihrem Verkehr kollabierende Stadt gekämpft, eine Taxifahrt zwischen quälendem Stillstand und atemloser Raserei überstanden und schließlich unter Lebensgefahr den sechsspurigen Boulevard Nicolae Balsescu überquert hat, wer im schnellen Rhythmus der Fußgänger sicher an den Verführungen der Kaffeehäuser und tiefen Blicke...