Norton Juster: «The Dot and the Line: A Romance in Lower Mathematics», Chronicle Books 2001
The Dot and the Line
Die Essenz einer guten Zeichnung – und vielleicht auch eines guten Gedankens – ist, einen Gegenstand auf die einfachste mögliche Form zu reduzieren und zugleich seine Substanz und seinen Sinn zu erhalten. Sagt Chuck Jones (1912 – 2002), vielfach preisgekrönter Zeichner und Regisseur von zahllosen Zeichentrickfilmen. Wie das geht, sehen wir in einem abstrakten Animationsfilm, der ihm 1965 einen seiner drei Oscars gebracht hat: «The Dot and the Line».
Ein ungewöhnlicher Oscar und eine ungewöhnliche Arbeit für Jones, zu dessen Schöpfungen und Geschöpfen die lustigsten und ambitioniertesten Cartoon-Filme und -Charaktere gehören: Tom und Jerry in den 1960er-Jahren und vorher, in den 1930ern und 1940ern, Bugs Bunny, Daffy Duck, Wile E. Coyote, der Road Runner.
Die Buchvorlage für «The Dot and the Line» stammt von Norton Juster (geb. 1929), amerikanischer Architekt und erfolgreicher Kinderbuchautor. Mit geometrischen Grundformen erzählt er eine emotionale Geschichte über Selbstvertrauen und Entwicklung – und nicht zuletzt über Mann und Frau. Im Kurzfilm sehen wir dann, anders als in den rein abstrakten Animationsfilmen eines Walter Ruttmann oder Oskar Fischinger aus den 1920er-Jahren, ...
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Tanz Februar 2018
Rubrik: Bewegung, Seite 4
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