Nadav Zelner; Foto: Regina Brocke

Newcomer, Personalien, Snippets Februar 2018

Tanz - Logo

Newcomer: Nadav Zelner

Seine Premiere bei Gauthier Dance heißt «Bullshit» und ist komplett in Pink ausgestattet – was schon zeigt, wie übermütig dieser Paradiesvogel aus Israel arbeitet. Nadav Zelner tanzte ein Jahr in der Kibbutz Contemporary Dance Company, bevor er sich selbstständig machte und von Yair Vardi gefördert wurde, dem Direktor des Suzanne Dellal Centre in Tel Aviv, zentraler Ort für zeitgenössischen Tanz in Israel.

Seitdem praktiziert Zelner eine bunte Mischung aus modernem Tanz und Musical, er dreht eigene Videos, Werbeclips und arbeitet für die israelische Version der Fernsehshow «Let’s Dance». 

Sein Tanz lebt aus der Liebe zu alten Hollywood-Musicals und einem geradezu virtuosen Eklektizismus. Jazztanz, Street Dance, Slapstick, Bollywood, Flamenco, Ballett, Akrobatik, Slowmotion, Ballroom: Alles, was der 25-Jährige sieht, gerät in einen wilden Strudel von überschäumender Bewegungslust. Sein Ton trifft tatsächlich die leichtfüßige Zuversicht, mit der Gene Kelly einst über alle Widrigkeiten hinwegtanzte – Zelner, so sagt er von sich, ist ein unverbrüchlicher Optimist. Die Mixtur überwältigt durch ihre pure Einfallskraft, derart rasant kombiniert und konfrontiert er ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2018
Rubrik: Menschen, Seite 32
von Red.

Weitere Beiträge
Paris: «Oh Louis...»

Ludwig XIV. (1638 – 1715) genießt den Ruf, als «Sonnenkönig» ein Freund der Künste gewesen zu sein. Wenn einer dem Tanz so huldigt wie der Superstar der Bourbonen, dann kann er kein schlechter Mensch gewesen sein. Meinen die Franzosen bis heute. Robyn Orlin mahnt sie, nicht zu vergessen, dass gerade dieser Louis, dem wir die Kodifizierung der Ballettkunst...

Reims: «The Eternal return»

Clément Layes hat Tanz studiert, dazu Philosophie, und eine Zirkusschule hat er auch besucht (tanz 4/16). Natürlich kombiniert so einer das Virtuose mit dem Konzeptuellen, damit etwas spielerisch Neues entsteht. Deshalb füllen sich die Sophiensäle in Berlin bis auf den letzten Platz, obwohl der Titel seiner jüngsten Premiere deutlich warnt vor der ewigen Wiederkehr...

Graz: «Meine Seele hört im Sehen»

Wenige Monate nach seinem erstaunlichen Abend «Kontrapunkt. Auf der anderen Seite von Bach» legt Jörg Weinöhl am Grazer Opernhaus seine nächste Barock-Hommage vor. Neunzig Minuten nahezu reiner Tanz, die der scheidende Ballettdirektor (tanz 1/18) zart durchpulst mit Schwingungen feinster Art. So als bestelle ein Gärtner seine jungen Pflanzen und versorge sie mit...