Tanz im TV 1/22
TV: THE MASKED DANCER
Sie hätte sofort «Defying Gravity» aus dem Hexen-Musical «Wicked» geschmettert und sich für den besten Anruf ihres Lebens bedankt, erklärte Otlile «Oti» Mabuse (ja, die Schwester unserer «Let’s Dance»-Motsi) zur TV-Show «The Masked Dancer». Damit liegt die Latte in Sachen TV-Unterhaltung natürlich weit oben. Auf den Mega-Träller- und Einschaltquoten-Erfolg «The Masked Singer» folgt nun auch in Deutschland der maskierte Tänzer. Gut laufende TV-Formate muss man eben ausreizen bis zum Abwinken.
Das 2015 in Südkorea gestartete Gesangs-Event lief auch bei ProSieben. Moderieren wird den Ableger Matthias Opdenhövel, der auch den Gesangswettstreit präsentiert. Im Januar wird es mit zunächst vier Liveshows losgehen. Als Mashup von «Let’s Dance», aber mit Verhüllung. Das mag für die Teilnehmer nicht leicht sein, aber ob es sich gleich zur «neuen körperlichen Herausforderung für die prominenten Tänzer und zum für die Zuschauer neuen Sehgefühl» auswächst, wie ProSieben-Chef Daniel Rosemann schwärmt? Es gibt übrigens nicht nur Solo-Auftritte, sonst wäre wohl nur Hip-Hop möglich. Dafür setzt man auf Paartanz oder Kollektiv – und platziert mittendrin dann eben den Promi ...
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Tanz Januar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 38
von
Ein Tanzstück wurde vor der Pandemie zum Quotenhit am Mainzer Staatstheater: «Soul Chain» von Sharon Eyal. Jetzt hat die israelische Choreografin mit drei Tänzerinnen und vier Tänzern in ziemlicher Abgeschiedenheit an «Promise» gearbeitet, das im Kleinen Haus zur Uraufführung kam. Das Stück ist nur 45 Minuten lang, aber wie stets bei Eyal ein unaufhörlicher...
Zu. Auf. Zu, alles wieder zu. Derzeit wieder keine Vorstellungen, Wien im vierten Lockdown. Gerade eben noch in der Staatsoper: die von Publikum und Presse sehr gut aufgenommene Uraufführung von Marco Goeckes «Fly Paper Bird», platziert in der Mitte eines dreiteiligen Abends, der mit Martin Schläpfers wohl ironisch gemeinter, 2006 in Mainz herausgebrachter...
«Immerhin haben wir Zeit»: Ein Satz aus dem Programmheft zu «Memento», dem jüngsten Tanzstück Tim Plegges, das sich wegen der Corona-Pandemie in Phasen entwickeln und verändern musste. Es dauerte fast ein Jahr von der Idee, mit Josef Suks «Asrael»-Sinfonie zu arbeiten (wegen der Abstandsregeln im Orchestergraben dann nicht möglich) über das Werkeln an Soli und...
