Stefan Hilterhaus
Man hat einen Plan. Man reflektiert Fragestellungen, erwartet Resultate. Aber: «Das Grundproblem besteht darin, dass man nicht genau weiß, was man nicht weiß.» Das sagt eine Koryphäe des Ergründens und Fragens, der Molekularbiologe und Wissenschaftshis-toriker Hans-Jörg Rheinberger. Und weiter: «Was wirklich neu ist, ist definitionsgemäß nicht vorhersehbar, es kann also auch nur begrenzt herbeigeführt werden.» Man hat einen Plan. Man will mit Stefan Hilterhaus über seine kulturpolitischen Strategien sprechen.
Man formuliert Fragen, erwartet Selbstreflexion, Anekdoten, vielleicht gar eine Art fingiertes Coaching zum Umgang mit Geldgebern. Und dann guckt das Gegenüber sanft-genervt und sagt: «Ich bin ja immer sehr zweifelnd, was Tipps und Rezepte anbelangt.» Sagt: «Es gibt keine Strategie, jedes Gespräch hängt von spezifischen Konstellationen ab.» Sagt: «Statt ausschließlich über Auslastungszahlen und Erfolgsquoten rede ich mit Politikern zum Beispiel über Rheinberger: Also über Experimentalsysteme und die Erkenntnis aus der Wissenschaftsgeschichte, dass keine einzige große Entdeckung gemacht wurde durch eine Vorannahme. Vorannahmen helfen nur dabei, Dinge zu optimieren, aber nicht, ...
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Tanz März 2018
Rubrik: Tanzplattform, Seite 10
von Nicole Strecke
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the movement
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