Staatstheater Nordost

Ralf Dörnen

Für Ballettdirektor Ralf Dörnen ist es der «falsche Weg». Aber nach einem Beschluss vom 9. Mai haben «Kulturministerin Birgit Hesse und die Träger der Theatergesellschaften», heißt es in einer Presseverlautbarung, allen Warnungen zum Trotz «den weiteren Fahrplan vereinbart. Dieser sieht die Verschmelzung des Theaters Vorpommern und der Theater und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neu­strelitz zum 1. Januar 2018 zu einer neuen Theatergesellschaft vor. Das Land wird sich als Mehrheitsgesellschafter beteiligen.

»

Das Staatstheater Nordost wird also kommen und damit eine Strukturreform, gegen die der Direktor des Ballett Vorpommern Sturm läuft: «Wie soll das gehen? Wir bespielen schon jetzt mit Greifswald, Stralsund und Putbus drei Theater und sollen künftig noch Neustrelitz  mitversorgen – möglicherweise auch Neubrandenburg, falls die Deutsche Tanzkompanie nicht mehr da ist. Dabei ist die Bühne dort für unsere Auftritte zu klein.»

Schon die jetzige Situation stellt das Ballett Vorpommern vor ein logistisches Problem, das nur mit allergrößter Anstrengung aller Beteiligten gelöst wird: Wie soll ein attraktiver Spielplan mit drei, vier Premieren gewährleistet werden, zu dem noch pro ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2017
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Halle: Ralf Rossa: «Werther oder ich werde geliebt, also bin ich»

Zu den unvergesslichen Miniaturen der Tanzgeschichte gehört Johannes Brahms‘ Walzer in As-Dur, op. 39, No 15, choreografiert von Frederick Ashton für einen Reigen namens «Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan»: Nichts als eine Tänzerin, die binnen Minuten die ganze Bühne in ein Meer aus Blütenblättern verwandelt. Die Bilder brennen sich derart in die...

Newcomer, Personalien, Short Cuts Juni 2017

Newcomer: Karol Tyminski

Acht Jahre Ballett in Warschau, zwei Jahre zeitgenössischer Tanz bei P.A.R.T.S. in Brüssel, fast vier Jahre in der Welt von Trisha Brown und Bill T. Jones in New York, seit sechs Jahren in Berlin in der zeitgenössischen Queer- und Technoszene: In diesen zwanzig Jahren wurde aus einem biegsam federnden Ballettkörper ein Komponist, der seine...

Wiesbaden: Tim Plegge «Sommernachtstraum»

Gleich zweimal «Sommernachtstraum» – ein Stoff, der oft choreografiert wird: In Mannheim bot ihn Ende 2016 Stephan Thoss (tanz 1/17), neuer Ballettintendant am Nationaltheater, jetzt hat Tim Plegge das Stück fürs Hessische Staatsballett inszeniert – Thoss‘ Nachfolger an der Spitze in Wiesbaden, das seine Tanzsparte mit Darmstadt zusammengelegt hat.

Das magisch...