sebastian matthias

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Er gebraucht den Raum wie eine dreidimensionale Leinwand. Ähnlich der Farbfeldmalerei der abstrakten Expressionisten experimentiert der Berliner Tänzer und Choreograf mit «Körperfarben» und Bewegungsstrukturen, mit den Spannungsfeldern in und zwischen den Körpern und ihren Reaktionen auf Klangimpulse. In der Bewegungsrecherche «Tremor», erarbeitet während seiner Residenz 2010 in Hamburg auf Kampnagel (K3 – Zentrum für Choreografie), benutzt er die Körper wie der bildende Künstler die Farben.

Sie haben für den Choreografen keine andere Bedeutung als ihre unterschiedliche Materialität, ihre spezifische Gestalt, Mechanik und Funktion. Doch der Zuschauer kann dem Zusammenspiel der dynamischen Elemente in der Installation «Tremor», dem «Tanz ohne Abbildung», durchaus Ausdruck, Assoziationen oder (s)eine Geschichte zuerkennen. Ungeachtet des konzeptuellen und performativen Ansatzes wirken die Choreografien von Matthias «tänzerisch» und inspirierend innovativ zugleich.

Ausgebildet an der Juilliard School in New York, tanzte er bei Hubbard Street Dance Chicago, bei Ohad Naharins Batsheva Dance Company und im Tanztheater Nürnberg. Auch weiterhin bewegt er sich zwischen freier Szene und ...

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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 147
von Klaus Witzeling

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