Schule und Juniorballet: Runde Geburtstage in Genf
Wenn das Ballet Junior de Genève -durchs Land fährt, füllen sich die Theatersäle. Die blutjunge Truppe von Patrice Delay und Sean Wood bringt jene Seite der Tanzkunst zu den Menschen, die die Menschen zur Tanzkunst bringt: Lebensfreude. Vor ein paar Jahren entflammte die quirlige Kompanie mit Arbeiten israelischer Choreografen im Rahmen der «Steps»-Tournee die Herzen. «Monger» von Barak Marshall war so gut getanzt, dass man leicht hätte glauben können, man habe eine seit Jahren aufeinander eingeschworene Gruppe vor sich.
In Wahrheit sind die 42 Tänzerinnen und Tänzer des Ballet Junior de Genève in der Ausbildung. Als Teil der École de Danse de Genève wurde sie vor fünfzig Jahren von George Balanchine als Schule für das Grand Théâtre de Genève gegründet, seinerzeit geleitet von Beatriz Consuelo und Alfonso Catà. Seit 1975 ist sie unabhängig. 1980 rief Beatriz Consuelo das Ballet Junior ins Leben, eine professionelle Ausbildung, die großes Gewicht auf Einstudierungen und die Arbeit mit Choreografen legt.
1999 übernahmen Patrice Delay, ehemaliger Schüler und Tänzer im Bal-let Junior, und Sean Wood, der davor wie Delay mit Thierry Malan-dain gearbeitet hatte. Unter den beiden ist das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Verleger Rudolf Rach war lange Zeit ein umsichtiger Sachwalter, was die Filmrechte der Choreografin Pina Bausch betraf. Vor ein paar Jahren hat die Pina Bausch Foundation in Wuppertal diese Aufgabe übernommen. Pünktlich im 10. Todesjahr der Tanztheater-Doyenne startet sie nun die «Pina Bausch Editions». Als Erstes ist «Palermo Palermo» an der Reihe. Aufnahmen...
Für Egon ist die Sache klar. «Ich bin eine Rampensau. Ich möchte in meinem späteren Beruf auf der Bühne stehen. Nicht dahinter.»
Egon Werler, wie er mit vollem Namen heißt, ist gerade 14 geworden, eher zartgliedrig, schlank, das hellbraune Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden – und im Gespräch alles andere als das, was man sich womöglich unter einer «Rampensau»...
Degas à l´opéra
Noch einmal und schon wieder Edgar Degas? Dass die Pariser Oper sich zu ihrem 350. Jubiläum mit dem Musée d´Orsay zusammengetan hat, um ausgerechnet dem Ballettmaler schlechthin eine Ausstellung zu widmen, könnte man einfallslos nennen. Aber noch nie sind so viele Gemälde, Skulpturen und Artefakte aus seinem Atelier zusammengekommen, noch nie so...
