Runder Tisch Tanz Berlin
In der Hauptstadt ist dieses Jahr mächtig was geboten: Die experimentierfreudige Tanzfabrik wird 40 Jahre alt, das internationale Festival «Tanz im August» 30, die Anstifterin des allgemeinen Tanzfortschritts, Nele Hertling, kriegt den «Deutschen Tanzpreis», und das Staatsballett mit Johannes Öhman und Sasha Waltz eine neue Intendanz. Klingt doch super, oder? Na ja, es gibt trotzdem noch ein paar Baustellen chronischer Natur, die schon lange die städtische Tanzlandschaft blockieren und sich wohl nicht ganz so flott beheben lassen.
Als da sind: das unausgegorene Fördersystem, der Mangel an Proberäumen, die Finanzierung überhaupt und und und … Ach ja, ein Projekt, das regelmäßig begraben wird und ebenso regelmäßig exhumiert, ist ein Tanzhaus, wie es in Düsseldorf, London oder Paris längst existiert. Können wir die Idee jetzt bitte mal endgültig vitalisieren?!
Diese Frage geht an den «Runden Tisch Tanz Berlin», der neuerdings beauftragt ist, so etwas wie eine Paketlösung für die vielen kleinen, mittleren und großen Probleme zu schnüren. In Arbeitsgruppen werden Infrastruktur, Geldfragen, Produktions- und Touring-Optionen, Vermittlungsaspekte, Zugänglichkeit und Vielfalt diskutiert – ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 172
von Dorion Weickmann
Austauschprojekte mit afrikanischen Tänzern stehen derzeit hoch im Kurs. Ein wahrer Glücksfall ist das Projekt «Hillbrowfication», das die Berliner Choreografin Constanza Macras mit 21 Kindern und Jugendlichen aus Südafrika erarbeitet hat. Die jungen Performer kommen alle aus Hillbrow: Einst ein Vorzeige-Stadtteil von Johannesburg, ist das Viertel heute ein Synonym...
Heute über Heimat zu sprechen, heißt häufig über ihren Verlust zu reden. Die Sehnsucht nach heimatlicher Zugehörigkeit tritt ein, wenn man sie gerade zu verlieren scheint oder bereits verloren zu haben glaubt. «Heimatverlust» bewirkt einen Phantomschmerz, meist bleibt er unerlöst. Die äußere Heimat – der Boden, der Wald, das Land, der Raum – ist faktisch ja nach...
Wie ihr Kollege Yang Zhen gehört Mengfan Wang einer jungen Generation chinesischer Künstlerinnen und Künstler an, die mit wachem Geist sowohl in China als auch in Europa arbeiten. Ich habe sie als Studentin des Departments Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München kennengelernt, als sie mit uns das Dokumentationsprojekt zur Einstudierung von...
