Ruhrgebiet

Kunst statt Kohle – das funktioniert. Sofern man offen ist für Neues und selbst neue Wege beschreitet. Dafür gibt es ein paar schöne Beispiele.

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Ein Trampelpfad schlängelt sich zwischen Birken und wildem Grün hindurch, das links und rechts des Weges abfällt, wuchert. Unvermittelt öffnet sich das Dickicht, und zwei Kühltürme ragen ins Himmelsblau – oder vielmehr ihr Skelett. Auf der Zeche Zollverein in Essen liegen Geschichte und Gegenwart nah beieinander, sie ist ein faszinierender Ort permanenter Umwälzungen und Umbrüche, dem sich 200 Jahre Industriegeschichte tief eingeschrieben haben.

Heute ist er ein wichtiger Standort für den Tanz – und das Symbol einer unvollendeten Transformation, eines Wandels von der Industrie- zur Kreativ- und Informationsgesellschaft.

Einst war das Ruhrgebiet das größte Industriegebiet Europas. In den Jahren 1989 bis 1999 gab die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park Impulse dafür, wie es mit der Region weitergehen sollte nach dem Abzug der Schwerindustrie: Kultur sollte einziehen, wo einst Zechen waren. Ein Prozess, der einige Blüten trieb und die Region stark veränderte, der jedoch nicht die aus dem Strukturwandel resultierenden Risse und Brüche verdecken kann. Auch die Tanzszene ist von diesem Wandel geprägt, für sie bietet er Möglichkeiten und türmt zugleich Hindernisse auf: Es ...

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Tanz Januar 2018
Rubrik: Serie Freie Szene, Seite 56
von Esther Boldt

Vergriffen
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