rosas über rosas: anne teresa de keersmaeker

anne teresa de keersmaeker bringt ihr multimediales Werk «A Choreographer's Score» heraus

Tanz - Logo

anne teresa de keersmaeker veröffentlichte soeben ihr zwischen 1982 und 1986 entstandenes Frühwerk: als Buch, auf DVD, per Video-Lecture. Bei der Vorstellung von «A Choreographer’s Score» in Paris hat sie die wichtigsten Strukturen auch live demonstriert.

Sie waren wie eine tanzende Rockband. Vier junge Frauen beschießen die Welt mit herausfordernden Blicken. Auf dem frühen Foto zu «Rosas danst Rosas» tanzen sie nicht, sondern schauen rebellisch in die Kamera. Sie hörten damals DAF, Nina Hagen, Joy Division, Talking Heads und die Sex Pistols.

Über Popmusik sagt Anne Teresa De Keersmaeker: «Sie ist noch immer der kürzeste Weg zum Tanz.» Das kommt ausgerechnet aus dem Munde der Choreografin, die ihre Laufbahn in Brüssel mit Arbeiten zu Kompositionen von Steve Reich und Béla Bartók begann und mittlerweile bei der gesungenen Polyphonie angekommen ist. Nun hat sie beschlossen, uns so ziemlich alles zu erklären: ihr Verhältnis zu Bewegung, zu Musik, zu Raum und Zeit. Und außerdem den Zeitgeist jener Jahre zwischen 1982 und 1986, in denen ihre frühen Stücke entstanden sind und sie sich selbst erfand.

Ihr Fotoarchiv und ihre Skizzenblöcke hat Anne Teresa De Keersmaeker schon einmal 2002 ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2012
Rubrik: medien, Seite 58
von Thomas Hahn

Weitere Beiträge
zwei gesichter

Ein kleiner, unbekannter Ort namens Pardes Hanna war Sharon Fridmans Zuhause in Israel. Heute lebt er Spanien und hat dort sein ers-tes großes Werk «Al menos dos caras» («Mindestens zwei Gesichter») herausgebracht, im Rahmen des «Festival de Otoño en primavera» in Madrid.

Aber wer ist Sharon Fridman, der Künstler? Er stammt wie die meisten seiner männlichen...

wien: jefta van dinther «grind»

Die Dunkelheit scheint zu atmen. Aus ihr erhebt sich, kaum sichtbar, ein Lichtschein. Schmutziges Violett. Die Kraft, die es kostet, das überhaupt wahrzunehmen, wird mit immer mehr Sichtbarkeit belohnt. Das diffuse Licht pulsiert im Rhythmus der Musik, bringt den Raum in Bewegung, als sei er ein eigener Organismus, vielleicht krank, vielleicht gefährlich. Nur...

highlights

  stuttgart_________
gauthier dance

feiert 5. Geburtstag. Eric Gauthier, damals Bandleader und Solist des Stuttgarter Balletts, gründete das Ensemble 1997 am Theaterhaus Stuttgart. Heute zählt die Kompanie zu den wenigen freien Gruppen, die nachfragehalber fast ununterbrochen auf Tournee sind. Gauthier Dance stillt die Sehnsucht nach effektvollem, auch komischem...