robyn orlin
Der Unterschied zwischen beiden könnte kaum größer sein. Germaine Acogny, Leiterin der Kompanie Jant-bi im Senegal, setzt auf kulturelle Verwurzelung und lokale Traditionen, die sie mit heutiger Befindlichkeit kreuzt. Robyn Orlin, Vertreterin eines eklektisch zeitgenössischen Stils und leidenschaftliche Provokateurin mit Vorliebe für transdisziplinäre Brückenschläge aller Art, hat kürzlich in Acogyns senegalesischer École des Sables (tanz 5/13) ein Stück für acht Tänzer von Jant-bi entwickelt.
Es trägt einen jener überlangen Titel, die für Orlyn typisch sind: «At the same time we were pointing a finger at you, we realized we were pointing three at ourselves …». Für die Südafrikanerin mit Wohnsitz in Berlin war es die erste Kreation, die sie in den Westen ihres Herkunftskontinents führte. Was sie dort, im Fischerdorf Toubab Dialaw, dem Sitz der École des Sables, erlebte, rührt an unterschiedliche Erfahrungshorizonte, Wahrnehmungen, Lebenswelten innerhalb Afrikas.
Robyn Orlin, wie haben Sie die Zeit im Senegal erlebt? Ich war zwar schon einmal im
Westen Afrikas, in Mali, um einen Workshop zu leiten, kurz bevor dort die politischen Konflikte ausbrachen. Aber der Aufenthalt im Senegal ...
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Tanz März 2015
Rubrik: menschen, Seite 22
von Thomas Hahn
Sabine Kupferberg, es gibt eine Arthaus-DVD, die Sie als «A Woman of a Thousand Faces» ausweist, Sie selbst nennen sich darin «ein Kind der Liebe». Das mit dem «Kind der Liebe» war von mir eine etwas naive Vorstellung, als ich noch jünger war. Es ist insofern auch nicht falsch, als sich meine leiblichen Eltern tatsächlich liebten, obwohl sie anderweitig gebunden...
nachruf_________
eva campianu
Geboren 1927 in Timisoara, Rumänien, wurde sie zur Pionierin in Fragen des historischen Gesellschafts- und Bühnentanzes aus Renaissance, Barock und Biedermeier. Ihre Tochter Andrea, ab 1972 an der Wiener Staatsoper engagiert, tanzte etwa die Elßler’sche «Cachucha» in Campianus Einstudierung. Eva Campianu hatte ab 1938 bei der...
Eine Hotellobby in Oslo, vor den Fenstern tanzen Schneeflocken und verhüllen die städtische Belle-Epoque-Pracht mit glitzernden Eishauben. Übers Pflaster der Karl Johan Gate, die Nationaltheater und Parlament verbindet, schlitterte einst auch Edvard Munch. Heute zählen seine Bilder und Zeichnungen zu den kulturellen Schätzen des Landes. Trotzdem bekennt Kristin...
