Praxis klein 3/21
der lehrer
david hernandez
Sie sind weltweit als Choreograf und Pädagoge unterwegs, gerade arbeiten Sie in Essen bei Folkwang, wobei Ihre Homebase bei P.A.R.T.S. in Brüssel ist. Dort haben Sie eine eigene Trainingstechnik entwickelt – «Dynamic Movement Systems». Was ist das?
ch möchte noch nicht von einer Technik sprechen. Dafür habe ich zu viel Respekt vor den modernen Pädagogen. Mein System ist noch in der Entwicklung. Ich habe darin ein umfangreiches Schrittmaterial strukturiert, das ich in den vergangenen 28 Jahren bei P.A.R.T.
S. erarbeitet habe. Es besteht aus vier aufeinander aufgebauten Teilen.
Wie sehen die aus?
Zunächst geht es um Explorational Improvisation. Hier werden Techniken eingeführt, die die Schüler oder Tänzer durch das Improvisieren mit ihrem eigenen Vokabular unter Anleitung entdecken. Dann Bodywork – hier geht es darum, den Körper als Instrument für gesundes, kraftvolles Tanzen aufzubauen, insbesondere seine neurologischen Fähigkeiten in Bezug auf Virtuosität, Präzision und Ausdruck. Etude Work: Wir studieren kleine, choreografische Einheiten ein und lernen gleichzeitig bestimmte technische Fähigkeiten. Schließlich Choreografie und Repertoire, um das Erlernte ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2021
Rubrik: Praxis, Seite 56
von Redaktion
Wir sind uns noch nie persönlich begegnet. Gesehen und gehört haben wir uns eine Stunde lang, Mitte Dezember 2020 im iPad-Rechteck. Elisabeth Schwartz gab den Blick frei auf ihr Pariser Wohnzimmer, ich die Ansicht meiner Straße in Berlin – keine Bücherwände im Hintergrund. Wir unterhielten uns just an dem Tag, an dem sie im Festspielhaus Hellerau hätte auftreten...
Ein Film. Gleich in der ersten Einstellung wird klar, dass wir es bei «The Dreamers Ever Leave You» nicht mit der filmischen Dokumentation eines Tanzstücks zu tun haben, sondern mit einem Film als eigenständigem Kunstwerk: Der Fokus geht ganz nahe auf die Fingerspitzen von Noah Parets. Ein Zittern, eine Muskelanspannung, mehr ist nicht zu sehen, der Zuschauerblick...
#IDANCEMYSTORY
Tik-Tok macht Stars. Gerade zeugen 1,7 Millionen Minivideos (Stand Mitte Februar) davon, wie die Popballade «Driver’s License» zum ersten Megahit des Jahres wurde – und darunter sind etliche nicht mal schlecht getanzt. Nun legt der deutsch-französische Kultursender Arte ein interaktives Format auf: Unter «#idancemystory» können Tanzbegeisterte ab 15....
