Alexander Kerbst, Ensemble; Foto: Sabine Haymann
Pforzheim: «Falco - The Spirit never dies»
Ist es Ranschmeißerei, wenn ein Stadttheater mitspielt bei all den tourenden Tanzshows, bei «Ballet Revolución» oder «Night of the Dance»? Wenn es die «Let’s Dance»-Zuschauer von RTL mit einem konkurrenzfähigen Angebot aus ihren Fernsehsesseln ins Theater lockt? In Pforzheim kriegt sich das Publikum tatsächlich kaum mehr ein nach diesem mit «Ballett-Musical» untertitelten Abend, in dem die Australierin Amy Share-Kissiov die kleine Ballettkompanie einen Abend lang durch eine erstaunlich vielseitige Mischung aus Jazz Dance, Ballett und Showtanz jagt, ihre Tänzer ganz hervorragend a
ussehen lässt und dabei auf mehreren Ebenen die dunkle Lebensgeschichte des österreichischen Popsängers Falco erzählt.
Sven Grützmacher, damals noch Tanzdirektor in Trier, hatte das Stück 2013 in Auftrag gegeben, für seinen langjährigen Tänzer David Scher-zer war die Hauptrolle der umjubelte Bühnenabschied. In Pforzheim wird der wahrhaft tanzintensive Abend von Popmusiker Frank Nimsgern und seiner Band nun sogar live begleitet. Die Hits wie «Rock me Amadeus» oder «Out of the Dark» singt Alexander Kerbst und trifft den exaltierten Schmäh des vor 20 Jahren gestorbenen Originals in Haltung und Ton perfekt. ...
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Tanz Februar 2018
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 42
von Angela Reinhardt
Dies ist ein sinnliches Skandalstück für sechs Damen, die statt Kleidern einfach nur Tattoo tragen und noch etwas weiter gehen, als es William Forsythe 1983 tat. Damals hat der Choreograf in «France/Dance» George Balanchines «Apollon musagète» zerlegt, jenen berühmten Halbstünder, der 1928 für die Ballets russes entstand und als Geburtsstunde der Neoklassik gilt....
Newcomer: Nadav Zelner
Seine Premiere bei Gauthier Dance heißt «Bullshit» und ist komplett in Pink ausgestattet – was schon zeigt, wie übermütig dieser Paradiesvogel aus Israel arbeitet. Nadav Zelner tanzte ein Jahr in der Kibbutz Contemporary Dance Company, bevor er sich selbstständig machte und von Yair Vardi gefördert wurde, dem Direktor des Suzanne Dellal...
Sie sind derzeit Trainingsleiter von Dance On, ein Ensemble, das aus Tänzern 40+ besteht und im Berliner Hebbel am Ufer, kurz HAU, das Festival «Out of Now» veranstaltet. Die Kompanie hat sich auf die Fahnen geschrieben, «sichtbar zu machen, was die Tanzkunst durch erfahrene Tänzer gewinnt». Wo haben Sie selbst Ihre Erfahrungen als Tänzer und als Lehrer gesammelt?
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