persönlich
newcomer
sergiu matiŠ
Der klassische Tanz habe seinen Körper kontaminiert und müsse deshalb ausgetrieben werden, sagt Sergiu Matiš. Obwohl sich seine solide Ausbildung auf der Bühne positiv bemerkbar macht. Im zeitgenössischen Tanz hat der gebürtige Rumäne eine neue Heimat gefunden, neugierig, wie Tanz auf Gegenwart reagiert. Nach neunjährigem Studium im heimischen Cluj absolvierte er als Stipendiat der Birgit-Keil-Stiftung die Ballettakademie Mannheim, schloss sich 2000 dem Tanztheater Nürnberg unter Daniela Kurz an.
Seit dessen Auflösung 2008 lebt er in Berlin und erwarb dort am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz einen Master im Studiengang «Solo/Dance/Authorship».
Ein Tänzer mit doppelt gebrochener Biografie: Aufgewachsen im traumatisierten Nachwende-Rumänien, bedeutet die Abkehr von der Klassik für ihn die zweite, persönliche Wende. Ballett sei museal, findet er, upper class aesthetics, beladen mit Ideologie, beengt von allzu strengen Normen. Wie die Gesellschaft auch. So strebt Matiš nach Befreiung, als Tänzer und denkender Mensch. «Keep It Real» von 2003, eine seiner ersten Choreografien, stellt entfremdete Wesen auf die Bühne, die in ihrer flitterbedeckten Nacktheit ...
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Tanz November 2015
Rubrik: Menschen, Seite 30
von
Dunkelheit, dann eine Leinwand, darauf ein roter Punkt, pulsierend wie ein Herz. Plötzlich taucht Shantala Shivalingappa aus der Finsternis auf, eine zierliche, beinahe gotisch-sakrale Figur: «Es war einmal, bevor die Zeit Zeit war, da war alles nichts, und das alles, das nichts war, begann.» So hebt «AM I» an, die jüngste Produktion des australischen Choreografen...
Seit dieser Spielzeit bekleidet er den Posten des Ballettdirektors und Chefchoreografen an der Oper Graz, in der Nachfolge von Darrel Toulon. Es ist der Morgen am Tag seiner ersten Premiere. Mit «Der Liebe Schlaf», einer «Dornröschen»-Adaption für sein 17-köpfiges Ensemble, wird sich Jörg Weinöhl am Abend dem Publikum in der Steiermark vorstellen. Derzeit sind es...
deutschland
On tour
Preisträger des «19. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals Stuttgart», der Norweger Jon Ole Olstad mit «and we already knew the names» (1. Preis Choreografie, 1. Preis Tanz); Tamar Grosz aus Israel mit «I’m not a Jew, Israeli, Vegan, Lesbian, Woman. I am Tamar» (2. Preis Choreografie, Video-Tanz-Preis); die Italienerin Beatrice Panero mit...
