ordnen der anatomie
Detlev Alexander, wann sind Sie erstmals mit Yoga in Berührung gekommen?
Als ich bei Joachim Schlömer in Basel tanzte, bot Christie Clark, eine OM-Yoga-Lehrerin aus New York, eine Yoga-Klasse an. Das war vor 15 Jahren, Yoga war noch nicht so verbreitet wie heute. Für mich war das zunächst eine andere Art, den Körper aufzuwärmen. Diese Mischung aus Kraft und Dynamik sprach mich einfach sehr an. Dann habe ich immer mehr Yoga-Haltungen in mein Training einfließen lassen. Bis irgendwann nur noch die Yoga-Matte da war.
Heute unterrichten Sie häufig die Tänzer von Sasha Waltz oder die Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrums Berlin. Stimmen Sie den Yoga-Unterricht auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen der Tänzer ab?
Ich versuche immer, sie auf die bevorstehende Performance vorzubereiten. Die Tänzer von Sasha Waltz habe ich zum Beispiel unterrichtet, als sie im Neuen Museum geprobt haben. Das war damals noch eine Baustelle – sehr staubig. Da habe ich Atemübungen aus dem Pranayama gemacht, um die verstopften Nasen der Tänzer zu befreien. Sie mussten auf Beton tanzen – ich habe also versucht, Übungen zu machen, damit die Gelenke durchlässiger werden.
Hilft Yoga, den ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 28
von Sandra Luzina
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Wellness ist ein bitteres Wort. Es bezeichnet jene ausgesparte Zeit, die man dem eigenen Wohlbefinden widmen muss, weil es sonst ja nicht stattfindet. Auch Kunst soll Wellness sein, uns wie sonst Öle und erprobte Finger in einen Zustand versetzen, in dem jeder Widerstand zwecklos wird. Gebt euch hin! Das ist ein Imperativ.
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