ohad naharin
Ein aufrechter, dunkler Strich mit leuchtend blauen Augen bewegt sich lässig im Zwielicht des Cafés in Israels größtem Tanzzentrum auf seine Gesprächspartnerin zu, entblößt lächelnd weißblitzende Zahnreihen. Ohad Naharin begegnet den Menschen längst schon herzlich und zugewandt, hat sein einstmals ziemlich arrogantes Auftreten mit den Jahren der Reife völlig abgelegt.
Im lichten, großzügig angelegten Suzanne Dellal Centre, gelegen in Tel Avivs zur putzigen Puppenstube gentrifiziertem ältestem Stadtteil Neve Tzedek, bespielt die Batsheva Dance Company drei Säle sowie eine kleine Bühne mit 380 Plätzen. An diesem Abend steht Naharins neues Stück mit dem irreführenden Titel «Last Work» auf dem Programm. Irreführend deshalb, weil er mit seinem Tänzer-Latein natürlich längst noch nicht am Ende und gerade dabei ist, die noch fehlenden 40 Millionen Dollar für ein eigenes Haus aufzutreiben, wofür ihm die Stadt im armen Süden Tel Avivs ein Grundstück zur Verfügung stellt. Die Pläne des namhaften britischen Architekten David Adjaye – das Domizil soll endlich auch die ersehnte große Bühne mit 500 Plätzen beherbergen – hat er dafür bereits in der Tasche.
Der Image-Retter
Ohad Naharin gilt nicht ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: menschen, Seite 18
von Eva-Elisabeth Fischer
im august/september: kritik üben_______
Irmela Kästner, Kollegin und Kritikerin, hat in Hamburg sechs Tänzerpersönlichkeiten die Frage nach ihrer Kritikfähigkeit gestellt – und damit auch die Frage nach der Kritikfähigkeit von Kritikern angestoßen. Was eigentlich berechtigt zu Kritik? Die eigene Glaubwürdigkeit, sowohl die des Tänzers als auch die des Kritikers?...
war ein «interdisziplinäres Experiment 1933 – 1957», so der Untertitel der Berliner Ausstellung im Museum Hamburger Bahnhof. Diese Schule in den Rocky Mountains war zunächst ein Zufluchtsort. Der Reformpädagoge Andrew Rice wurde an seinem College im kalifornischen Florida gefeuert, zeitgleich floh das Bauhaus vor den Nazis. 1933 kamen Josef und Anni Albers hierher,...
_____deutschland
On tour
Rasta Thomas und seine Bad Boys of Dance präsentieren «Romeo and Juliet» als Rockballett: Bonn, Oper, 7.–12. Juli; Fürth, Stadttheater, 17.–26. Juli; Hamburg, Thalia Theater, 28. Juli – 2. Aug.; München, Prinz-regententheater, 4.–16. Aug.; Essen, Colosseum, 18.–20. Aug.; Dortmund, Konzerthaus, 21.–23. Aug.; Frankfurt, Alte Oper, 25.–30. Aug.
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