Nur zu Gast
Der «Tanzkongress 2022» begann zu Fronleichnam. Eine katholische Prozession zog streng geordnet durch die Altstadt von Mainz. Die Priester bildeten eine Gruppe, gefolgt von Laien in einer zweiten Gruppe. Es folgten Honoratioren in einer dritten, Sänger*innen in einer vierten Gruppe, und so weiter. So zeigte sich die Kirche in der Öffentlichkeit als Regiment. Im Dom läuteten die Glocken zum Mainzer Segen und am Stadttheater unter den Turmspitzen saßen zur selben Zeit gut 800 Expert*innen, darunter auch solche, die das Sagen im Tanz haben.
Die Spartenleitungen der Tanztheater gluckten zusammen in einer Gruppe, die Tänzer*innen versammelten sich auf der Probebühne, die Tanzwissenschaftlerinnen saßen in gemütlichen Sesseln und diejenigen, die ihre Karriere zeitweise der Mutterschaft opfern, unter einem Baum auf der Wiese.
So sonnig das auch wirkte, es ging zur Sache. Vorn auf der Bühne saß das Regiment der leitenden Herren und Damen der Tanzsparten und hinten erhob sich die Programmleiterin für Tanz der Kulturstiftung des Bundes, Karin Kirchhoff. Sie hörte ihnen zu, dann sagte sie: «Mir fehlt die Diversität. Hier sitzen sechs Spartenleitungen auf dem Podium. Vielleicht würde jemand ...
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Tanz August/September 2022
Rubrik: Ideen, Seite 54
von Arnd Wesemann
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische
Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen
An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-22849
www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050...
Klaus-Michael Kühne ist einer der reichsten Menschen Deutschlands. Und Kühne sorgt sich um die Kultur seiner Heimatstadt Hamburg. Das Haus der Staatsoper am Gänsemarkt sei Hamburgs nicht würdig, verkündete er im «Spiegel»: das Gebäude asbestverseucht, das Niveau durchschnittlich und die Akustik mangelhaft. Er biete an, einen Neubau in der Hafencity zu finanzieren.
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Im Kino
DAS LEBEN EIN TANZ
Cédric Klapisch hat ein Auge auf den Tanz geworfen, ganz unbestreitbar. Und die Pariser Opéra hat es ihm besonders angetan. Dort drehte er 2010 eine Doku über Aurélie Dupont, damals Danseuse étoile. Dort hat er Stücke verfilmt, dort beginnt (scheinbar) auch sein neues Opus, «En Corps» – deutscher Verleihtitel «Das Leben ein Tanz». Die...
