Nora Vesco
Sie waren zwei: Giselle und Nora Vesco, zwei höchst gegensätzliche Tanzschwestern unter Tatjana Gsovsky an der Staatsoper. Giselle wuchs sehr erfolgreich in die «Lindenstraße» des Fernsehens hinüber; Nora, die Schwester, ist nun im Alter von 75 Jahren gestorben. Sie war eine durch und durch ätherische Ballerina, empfindsam, stilsicher, immer ein bisschen kühl, aber stets dominierend. Die Kompanie der Gsovsky war gespickt mit tänzerischer Vorzüglichkeit. Mit der hatte Nora Vesco in den Glanzpartien des Repertoires Schritt zu halten.
Das gelang ihr verlässlich, auf ruhige, unaufdringliche Weise. Sie stellte ihr Können aus, gewissermaßen in aller Stille. Sie war ein Star, der von Glamour nichts wissen wollte: eine Primaballerina der tänzerischen Ehrlichkeit. Die stand ihr vielleicht sogar etwas im Weg.
Schon beim zweiten Ballettabend der Staatsoper im Dezember 1946, noch im Ausweichquartier des Admiralspalasts, war sie dabei. Sie breitete ihren Feenzauber in Tatjanas einzelgängerisch-wegweisendem «Dornröschen» hin. Sie war in der Folge (unter Daisy Spies) Aschenbrödel. Tatsächlich – und machte selbst Ballett-Asche zu einem kostbaren Stoff.
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Wumm, wieder ist einer gelandet! Ein echter Kontrapunkt zum leisen Tschaikowsky und dem sanft pastellenen Licht. Die Bretter des Prinzregententheaters sind berüchtigt für ihre Percussion-Akustik. Für Tanz eingeschränkt geeignet. For what goes up, must come down. Bei der Nurejew-Hommage «Thank you, Rudy!» lief vieles nicht glatt.
Vergessen wir das Rätselraten um...
His work is focused on everyday movement, the functioning of the body, how we navigate physically and how the mind and the body work together to compose our movement. He is one of the founders of Movement Research in NYC. He has taught and performed at dance centers, including: The Trisha Brown Studios, NYC; The American Dance Festival; P.A.R.T.S.; Tanzfabrik...
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