Nature Theater of Oklahoma: «Rambo Solo», «Romeo and Julia»
Pavol Liska und Kelly Copper, Sie leiten das Nature Theater of Oklahoma in New York. Schon Ihr erstes Stück, «Poetics», war ein Tanzstück, genauer: ein ballet brut.
Liska: Vier Jahre, von 1998 bis 2002, haben wir überhaupt kein Theater gemacht und nicht gedacht, je wieder damit anzufangen. Aber dann wurden wir doch wieder neugierig und näherten uns allem aus der Perspektive eines Anfängers oder Amateurs. Was ist Theater, was ist Regie? Im Grunde doch, Menschen durch Raum und Zeit zu bewegen.
Für «Poetics» wollten wir daher eine Partitur erschaffen, die nur aus Zeit und Raum besteht.
Copper: Wir nutzten Zufallsverfahren und ein jüdisches Brettspiel, um Anzahl und Länge der Szenen festzulegen und zu entscheiden, wo und wie oft sich die Darsteller bewegen. Alles stand fest, bevor wir zu proben anfingen. Bei den Proben gingen wir vor allem mit der Uhr in der Hand im Raum herum und versuchten herauszufinden, ob daraus auch ein Stück wird. Wir arbeiteten an der Präsenz, der puren Präsenz des Darstellers. Reicht das oder braucht es einen Text?
Die vier Darsteller spielen ihre eigenen Alltagsbewegungen immer neu durch, eine große Gruppe von Laien funktioniert wie ein Echo, eine Ballerina ...
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