Nachrichten 7/23
Folkwang Preis
FREDERICO MENDES TEIXEIRA
Seit 1958 wird der «Folkwang Preis» an exzellente Nachwuchskünstler*innen aus dem eigenen Universitäts-Haus verliehen, für die Tanzsparte springt dabei die «Josef und Else Classen Stiftung» in die Bresche. Der Tanzpreis ist nach dem Stifterpaar benannt und geht in diesem Jahr an den Brasilianer Frederico Mendes Teixeira. Er hat bereits einen Masterabschluss im Fach Bewegungsnotation vorzuweisen, den er mit Kommiliton*innen erarbeitete.
Zudem engagiert er sich auch jenseits akademischer Zusammenhänge, etwa für tanzende Senior*innen im Bürgerzentrum Essen-Werden. Zuletzt hat Mendes Teixeira die Marler Fassung von Sasha Waltz’ «In C» miteinstudiert. Sieht nach einem vielversprechenden Newcomer aus! www.folkwang-uni.de
Architektur
KUNST UND RAUM
Der Theaterraum ist ein ganz spezieller Raum – und er benötigt entsprechend auch einen speziellen architektonischen Zugriff. Das DFG-Forschungsprojekt «Architektur und Raum für die Aufführungskünste» als Kooperation zwischen Hochschule für Musik und Theater Leipzig und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig untersucht diese Zugriffe sowie ihre Spezifika. Die Publikationsreihe ...
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Tanz Juli 2023
Rubrik: Praxis, Seite 64
von
Christiane Theobald, Sie drehen gerade die Abschiedsrunde als Intendantin des Staatsballetts Berlin – und die kann nicht kurz geraten. Denn Sie haben Ihre Laufbahn schon 1987 begonnen, als Dramaturgin beim Ballett der Deutschen Oper, noch in der Direktionszeit von Gert Reinholm. Das Staatsballett als Fusion der drei Hauptstadtkompanien hat erst im neuen Jahrtausend...
Triple Bills entwickeln sich zur bevorzugten Form von Antoine Jullys Ballettcompagnie Oldenburg. Der jüngste Abend unter dem etwas beliebig wirkenden Titel «Solarwinde» ist als große Neoklassik-Runde komponiert, mit der 2017er-Choreografie «Der Tod und das Mädchen» des Hausherrn, Hans van Manens «Frank Bridge Variations» von 2005, vor allem aber einer Uraufführung...
Hat hier, was Bert Brecht einst beim Theaterpublikum sauer aufstieß, irgendjemand romantisch geglotzt? Im Zweifelsfall nicht. Denn für selige Verträumtheit war die klangliche Wucht des Blechs aus dem Orchestergraben im Gärtnerplatztheater doch zu massiv. Nun aber trägt Bruckners 4. Sinfonie ja den Beinamen «Die Romantische», was allen Bläserballungen samt Crescendi...
