Making of
Eine Show im Berliner Friedrichstadt-Palast wird zwei Jahre vorbereitet, kostet viele Millionen (in diesem Fall: elf) – und am Ende verantwortet sie ein Mann: als Chefregisseur, Autor und Liedtexter. Wie bekommt man einen in Deutschland so einmaligen Job, was muss man dafür mitbringen und können? Wir haben uns mit Oliver Hoppmann unterhalten, der seit 2011 beim Friedrichstadt-Palast arbeitet und seit 2015 dort Kreativdirektor ist.
Oliver Hoppmann, was ist eigentlich Ihre Ausbildung?
Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Dabei geht es natürlich sehr um interdisziplinäre Arbeit. Wie funktioniert ein Team? Was kann man da optimieren? Wie bringe ich Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zu einem Thema, einem Projekt optimal zusammen? Und nichts anderes ist schließlich eine Revue. Das macht den Friedrichstadt-Palast aus.
Wie sind Sie dorthin gekommen?
Der Show-Virus war schon als Kind in mir drin. Wir sind immer Weihnachten mit den Eltern in entsprechende Veranstaltungen gegangen. «Cats» in Hamburg war ganz klassisch mein erstes Musical. Ich habe mich aber immer neben dem Inhalt auch dafür interessiert, wie es gemacht ist. Ich fand große ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz November 2021
Rubrik: Bewegung, Seite 12
von Manuel Brug
Eine Deep Space Raumstation. Silbriges Metall und schwarze mechanische Flughafen-Anzeigetafeln! Schnell wird man vom Hightech-Koloss verschluckt und steht mitten in einer vergangenen Zukunft: im Internationalen Congress Centrum Berlin. Das ist der spektakuläre Ort, den Thomas Oberender, scheidender Intendant der Berliner Festspiele, im Oktober für das 70-jährige...
Sie kennen die Folkwang Universität der Künste von Grund auf, haben hier studiert, haben jahrelang zusammen mit Pina Bausch das Folkwang Tanzstudio geleitet. Seit Kurzem amtieren Sie nun als Professorin für Zeitgenössischen Tanz. Sind Sie am Ziel Ihrer Wünsche?
Nein, ich habe bisher nie ein «Ziel meiner Wünsche» formuliert. Wenn es ein Ziel gibt, dann die Suche...
Gewinner
DIEGO TORTELLI gewinnt den Produktionspreis für italienische Künstler der Tanz-Biennale in Venedig. 129 Tanzschaffende hatten sich beim Leiter Wayne McGregor beworben. Der Brite, der zweifelsfrei eine Liebe zum Tanz an der Grenze zu den Naturwissenschaften pflegt, entschied sich für den in München lebenden Diego Tortelli, 34, und sein «Fo:No»-Projekt, das...
