Lemi Ponifasio

Seine Choreografien künden von Schönheit und Stolz, sind Botschafter seiner samoanischen Heimat. In Hamburg eröffnet er das Festival «Theater der Welt» mit einem Community-Projekt, in St. Pölten beleuchtet er eine Maori-Legende

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Ab 26. Mai in Hamburg: Die Uraufführung von Lemi Ponifasios «Children of Gods».

Lemi Ponifasio, innerhalb einer Woche haben Sie zwei Uraufführungen auf der Agenda: Mit «Children of Gods» eröffnen Sie in Hamburg das Festival «Theater der Welt», in St. Pölten geht davor «Standing in Time» erstmals über die Bühne. Wie schaffen Sie das?
Für «Standing in Time» proben wir seit einem Jahr, die Vorbereitungen für «Children of Gods» haben schon vor zwei Jahren begonnen. Es ist ein Community-Projekt mit neun großen Chören für etwa vierhundert Sänger, Musiker und Tänzer.

Dabei geht es nicht darum, ein Produkt für den Markt zu schaffen, sondern Menschen in einer Zeremonie zusammenzubringen.

Was hat es mit «Children of Gods» auf sich?

Der Auslöser sind Kinder im Krieg, Flüchtlingsdramen und das Leid, das daraus entsteht. Aber es ist kein Stück über Flüchtlinge, sondern über Gemeinschaft, über unseren Bezug zur Welt, unsere Gefühle und die Qualität unserer Beziehungen. Das Stück gibt keine Empfehlungen für richtiges Verhalten. Vielmehr kreist es um Hoffnung, Empathie und Aktion. Wenn wir einander erkennen, entsteht ein globales Verständnis.

Was war der Ausgangspunkt für das Projekt?
Die Idee der Festivalleitung, ein Werk für den Kakaospeicher in der Hafen-City zu schaffen. Ich ...

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Tanz Mai 2017
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Thomas Hahn

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