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Er liebt es, sich ständig etwas Neuem auszusetzen: Shaolin-Mönchen, dem Tango, Wagners «Ring», japanischen Mangas, den Ballets russes, der Sprachverwirrung von «Babel», der «Nussknacker»-Märchenwelt, Ravels «Boléro». Sidi Larbi Cherkaouis Blick auf die Bewegung, welche Tanz wird, ist einer, der die Vielfalt sucht, das Neue, Andere in den Kulturen, Religionen und Kunststilen findet. Dieser Choreograf will nur eins: nicht stehen bleiben.
Andererseits ist Sidi Larbi Cherkaoui – als Sohn eines muslimischen Marokkaners und einer katholischen Belgierin in Antwerpen französischsprachig aufgewachsen – auch ein Mann der Treue. Was sich wie ein Faden durch sein vielgestaltiges Werk zieht und sich zum Beispiel im Festhalten, Weitermachen, abermaligen Stück-Entwickeln mit dem weltberühmten englischen Bildhauer Antony Gormley äußert. Fünfmal haben die beiden bereits zusammengearbeitet. Jetzt, beim sechsten Mal, erreicht ihre Kollaboration ein neues Niveau.
Aufbau, Bedeutung und Zerstörung
Und zwar wieder bei der für Innovatives offenen GöteborgsOperans Danskompani, wo die scheidende, inzwischen nach Wuppertal ans Tanztheazter gewechselte Chefin Adolphe Binder auf die clevere Idee verfiel, ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 9
von Manuel Brug
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