Kollisionskurs

Marcos Moraus «Firmamento» eilt in achtzig grandiosen Minuten durch das Metaversum und zurück

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Inzwischen kennt ihn das Tanzpublikum rund um den Globus. Wer eine seiner Kreationen sieht, ob mit seinem 2005 in Barcelona gegründeten Ensemble La Veronal oder einer anderen großen, internationalen Kompanie, bekommt es mit hyperrealistischen, visionären Szenen zu tun, die tief in der Welt unserer Wirklichkeit verwurzelt sind. Marcos Morau, der ewig jungenhafte 42-jährige Tanzschöpfer aus Valencia und «Choreograf des Jahres 2023» dieser Zeitschrift (tanz jb/23), besitzt eine erstaunliche Fantasie und überrascht mit jedem seiner Projekte aufs Neue.

Sein eklektischer Hintergrund, die Kombination aus Choreografie-Ausbildung und künstlerischer Praxis in Bühnenbildnerei, Fotografie, Film und Zeichnen bringt Werke hervor, die, von bizarren Transpositionen gekennzeichnet, stets von der Bewegung als treibender Kraft befeuert und getragen werden. Moraus Visionen sind mal apokalyptisch, mal greifen sie auf die Ahnen zurück – exzentrische Figuren, deren kantige, sprunghaft-zerrissene Bewegungen Spiegelbild einer unbeständig flackernden Realität sind: Sie versuchen, auf der Bühne Orientierung zu finden, umstellt von Objekten, die unvermittelt in Aktion treten, sodass sich jedes Mal ein ...

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Tanz Februar 2024
Rubrik: Produktion, Seite 4
von Maria Luisa Buzzi

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