Kinsun Chan «Jupiter und Venus»
Die Bühne liegt in Schwarz, bedeckt unter Papier. Aus dem Graben klingt Musik von Arvo Pärt und Dobrinka Tabakova. Und von unten nach oben klettern wieder und wieder einzelne Tänzerinnen und Tänzer der Kompanie des Theaters St. Gallen. Auf ihren Kostümen haben sich die Straßen der Stadt eingeschrieben, die die vergangenen Jahre ihre Heimat war. Und auf denen sich ihre Lebenswege mit jenem des Choreografen Kinsun Chan gekreuzt haben.
Es waren vier schwierige Jahre.
Den Anfang machte im Herbst 2019 ein witziges «Rain», im Januar folgte das gefeierte «Coal, Ashes and Light». Dann war Schluss – wir wissen, warum. Aber die Tanzkompanie knickte nicht ein. Letztes Jahr schuf sie mit Kinsun Chan und dem Choreografen und Artisten Martin Zimmermann das großartige «Wonderful World» und tourte es im Rahmen des Festivals «Steps» durchs Land. Da war Kinsun Chan bereits nicht verlängert. Und die Tänzerinnen und Tänzer wussten, dass sie nicht mehr lange zusammenbleiben würden. Einige, wie der fabelhafte Piran Scott, sind bereits weg.
Das Theater St. Gallen wird neu organisiert, mit Gesamtleiter und vier Spartenleitern für Schauspiel, Konzert, Theater und Tanz – dieser wird erst jetzt zur eigenen ...
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Tanz 4 2023
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Lilo Weber
Hannover
OSTERTANZTAGE
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Rotterdam bekommt ein neues Tanzhaus. Am Südufer der Maas wird ein ehemaliges Lagerhaus von der chinesischen Firma MAD-Architects zu einem Powerhouse für den Tanz umgebaut. Das Haus ist eigentlich Teil des FENIX Lagerhauses, in dem die Stiftung Droom en Daad ein Museum für Migration einrichtet. Die Stiftung, die in Stadtentwicklung insbesondere im Bereich Kultur...
CLAUDE BESSY
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