Jan Fabre
Obwohl Belgien ein kleines Land ist, kann man es nachts sogar aus dem Weltraum erkennen: Die Autobahnen sind beleuchtet, das gibt es sonst nirgends auf der Welt. Zu den Eigenheiten des dicht besiedelten Elf-Millionen-Einwohner-Staats zählt vor allem auch die extrem disparate Bevölkerungsstruktur. Im nördlichen Teil, Flandern, wird flämisch gesprochen; im südlichen Teil, Wallonien, französisch; dazu kommt, im Osten, noch ein kleines deutschsprachiges Gebiet.
Das Land ist in drei Regionen sowie drei Gemeinschaften gegliedert, die jeweils über eigene Parlamente verfügen; die verschiedenen Sprachgruppen leben weniger miteinander als nebeneinander her. Zum Beispiel ist in Belgien – außer in der Hauptstadt Brüssel, die einen Sonderstatus hat – nichts mehrsprachig angeschrieben, sondern entweder auf Flämisch oder auf Französisch. Im Grunde verhält es sich so, dass Flamen und Wallonen nur den Pass, den Premierminister und den König gemeinsam haben.
Eine Hommage an Belgien, aber durchaus kritisch
«Belgien ist ein absurdes, surrealistisches Monty-Python-Land», sagt der belgische Allroundkünstler Jan Fabre über seine Heimat, zu deren berühmtesten Söhnen er zählt. «Wir sind das Cockpit und ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Wolfgang Kralicek
Ausstellung
Tribute to Iris Barbura
Kein Geringerer als Sergiu Celibidache hat Iris Barbura am Klavier begleitet. In der Schule von Floria Capsali sind sich beide künstlerisch und menschlich nahegekommen: er, der später als Dirigent einen geradezu kultartigen Status erlangt, und sie, die schon früh den Ausdruckstanz für sich entdeckt. Als «Celi» 1945 als...
Zwei Künstlerinnen, zwei Generationen, zwei Kontinente: Aus Kanada kommt die Meisterin, die Form und Sinnlichkeit beherrscht, aus der Slowakei die Ballett-Theatralikerin, die ins weite Feld der Emotionen eintaucht. Jean-Christophe Maillot, Chef der Ballets de Monte Carlo, hat beide Choreografinnen eingeladen, weil ihre Freude, wie er in einem Zeitungsinterview...
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