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julidans

In Amsterdam fängt der Sommer gut an – und das seit 25 Jahren: ein Jubiläum, das gefeiert werden muss. Eröffnet wird das Festival denn auch mit «May B» von Maguy Marin, einer Beckett-Beschwörung der ganz besonderen Art. Wie die «Partita 2» von Anne Teresa De Keersmaeker gibt sie choreografisch das Maß vor, das die Jüngeren erst noch erfüllen müssen. Und von denen gibt’s bei «Julidans» eine ganze Menge. Georgia Vardarou beispielsweise, eine Griechin, ist nach Meinung De Keersmaekers eine große Zukunftshoffnung.

Oder Dorothée Munya-neza, mutig genug, in «Samedi détente» an den Genozid in Ruanda zu erinnern. Nicht zuletzt aber die fünf Junioren, die diesmal im «Julidans Artists’s Lab» ihre künstlerische Begabung beweisen wollen.
Vom 1. bis zum 11. Juli; julidans.nl

avignon_________
angelin preljocaj

Ein junger Mann, ein Kriegsheimkehrer, kommt in den Ort seiner Kindheit. Niemand erkennt ihn, und er erkennt auch niemanden mehr. Was sucht der hier?, fragen sich die Leute. Er sucht: die Liebe. «Retour à Berratham» titelt Laurent Mauvignier seinen Text, den er eigens für Angelin Preljocaj und dessen Kompanie geschrieben hat. Die Uraufführung findet Mitte Juli beim ...

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Tanz Juli 2015
Rubrik: highlights, Seite 36
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Eine sonore Stimme, aufgezeichnet 1937 von der BBC, fragt ins Rund des Royal Opera House: «Wie können wir die alten Worte neu ordnen, damit sie überleben, damit sie Schönheit erzeugen, damit sie die Wahrheit erzählen?» Es spricht die Schriftstellerin Virginia Woolf, und was sie verkündet, ist ihr literarisches Credo. Wer so vermessen ist, diese Ikone der Literatur,...

amsterdam on tour

Die Anfänge seiner Choreografien schiebt Jefta van Dinther gern lang sam aus einem Nullpunkt heraus: aus der Reglosigkeit, wie einst bei «It’s in the air» (2009), dem Duett des Schweden mit Mette Ingvartsen. Oder aus der Ununterscheidbarkeit der Performer vom streunenden Publikum bei «The way things go» (2011); und diesmal aus völliger Dunkelheit und Stille. Ein...

begegnung

ist der Stoff, aus dem Theater gemacht wird. Der Autor begegnet einem Thema, die Choreografin einer Vorlage, der Tänzer einer Choreografie – bis zuletzt das Publikum auf eine Aufführung trifft. Jeder Entwicklungsschritt wird dokumentiert, auf Fotografien, in Filmen, für Archive. So verwandelt sich die Begegnung in Material, in eine Konserve, die das Lebendige des...