Highlights 2/24
Den Haag on tour
FROM HERE NOW FAR
Die Kanadierin Crystal Pite gehört zu den regelmäßig ans Nederlands Dans Theater (NDT) gerufenen Gastchoreografinnen – und regelmäßig liefert sie dort Staunenswertes ab. Dieses Mal tritt Pite im Schulterschluss mit dem Regisseur Simon McBurney an, mit dem sie eine (unter Corona) zunächst im Digitalen angebahnte Zusammenarbeit verbindet. Beider Kreation wird von NDT 1 mit Gabriela Carrizos «La Ruta» und Sharon Eyals & Gai Behars «Jakie» zu «From Here Now Far» gebündelt. Wie üblich tourt der Abend weiträumig.
Premiere ist in Den Haag, Amare, am 8. Februar, alle Termine: www.ndt.nl
Heidelberg
SILK
Wahrscheinlich ist kein textiles Material so kulturell aufgeladen wie der Kokon der Seidenraupe. Seide jedenfalls gilt wegen ihres Glanzes, ihrer hohen Festigkeit, ihrer fehlenden Neigung zum Knittern und schließlich wegen ihrer Farbigkeit als edelster aller Stoffe. Auf der anderen Seite besitzt Seide mit dem Umweg über das «Halbseidene» auch einen Zug ins Queere. Iván Pérez, der künstlerische Leiter des Heidelberg Dance Theatre, beschäftigt sich regelmäßig mit solch modischen Fragen, gemeinsam mit dem Designer Alejandro Palomo hat er 2018 in Paris «The ...
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Tanz Februar 2024
Rubrik: Kalender, Seite 34
von
CD des Monats
TANGO-AVANTGARDE
Keine Tanzschule ohne Milonga: Der Tango hat in den letzten drei Jahrzehnten eine Renaissance erlebt, die kein Ende zu nehmen scheint. Aber dass nicht jede Komposition zu Ochos und Valentino einlädt, das haben wir von Avantgardisten wie Astor Piazzolla gelernt. Das in Brüssel beheimatete Ensemble Sónico hat sich der Ausgrabung eher...
Zwei Klassiker im Doppelpack, neuinterpretiert für das Opera Ballet Vlaanderen (OBV), teilen sich in Antwerpen zwar ein Bühnenbild. Aber Ella Rothschild illustriert Strawinskys 1911 für die Ballets Russes kreierte «Petruschka»-Partitur mit einer neuen Geschichte, während Jeroen Verbruggens Deutung der «Sieben Todsünden», Brecht/Weills «satirischem Ballett mit...
Humor und Ironie sind verlässliche Ingredienzen des choreografischen Vokabulars von Alexei Ratmansky. Spontane Gesten und eine gewisse Ungezwungenheit des Ausdrucks verwandeln seine ausgeklügelten, technisch anspruchsvollen Bewegungssequenzen in natürlich dahinfließende Erzählungen von hypnotischer Sogkraft. So auch in seiner wunderbaren neuen «Coppélia»-Version,...
