erinnerungen: jose de udaeta

Tanz - Logo

Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden.

Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die ­Lis­te von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben über einen Mann, der groß war als charismatische Erscheinung, groß als ein Grande des spanischen Tanzes, groß als ein Künstler, der die fast vergessenen Kastagnetten wieder aus dem Schrank holte – groß vor allem auch als ein Mensch, der andere an seinem Können teilhaben ließ. Montserrat Caballé, die berühmte Operndiva, beschreibt ihn als «wunderbarste Person, voller Liebe und Mitgefühl und immer heiter lächelnd». Samy Molcho meint einmal, er tanzte mit dem Herzen.

Viel ist in dem Buch von seiner Aura die Rede, von seinem stupenden Wissen, mehr noch von seinem Humor, der ihn selbst dann nicht verließ, als ihn einmal auf der Autobahn eine Reifenpanne stoppte. Bis zum Eintreffen des ADAC nutzte er die Zeit, um mit Ingrid Bronner auf der Standspur die ersten Schritte einer Choreografie zu improvisieren: ein Highlight auf dem ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Hartmut Regnitz

Weitere Beiträge
ludwigsburg: rosalba torres guerrero: penombre

Zu Beginn wuschelt eine überdimensionale Perücke wie ein großer kopfloser Zottelhund umher. Keine Angst, Rosalba Torres Guerrero wird da auch wieder herausfinden. Mit «Pénombre», ihrem ersten Stück, unternimmt das markante ehemalige ­Kompaniemitglied bei Anne Teresa De Keersmaeker und Alain Platel bei den «Wiener Festwochen» den Versuch, auf eigenen künstlerischen...

...jan fabre

Man muss weit reisen, um seinen eigenen Nachbarn zu treffen. Jan ­Fabres «Prometheus Landschaft II» tourt und tourt, drei Ausstellungen des Künstlerchoreografen sind derzeit gleichzeitig zu sehen: Durch ­seine große Einzelausstellung «Hortus.Corpus» kann man im berühm­ten Kröller-Müller-Museum in den Niederlanden spazieren. In Wien ­zeigt das Kunsthistorische...

sieger: ben duke...

und Raquel Meseguer sind die Kompanie Lost Dog. Schon zweimal gewannen sie wichtige britische Preise, 2005 einen «New Choreography Award» des Bonnie Bird Choreography Fund und den Preis der Robin Howard Foundation Commission 2007. Jetzt haben sie den mit 25.000 Pfund dotierten «Place Price» für ihr Stück «It needs horses» erhalten. Es geht um einen verarmten...