Golden circle
Insgesamt fünf Künstler*innen sind bei Beyoncés «Renaissance World Tour» zuständig für den choreografischen Part: Fatima Robinson (Director of Choreography), Chris Grant (Lead Choreographer), Dana Foglia (Choreographer) sowie Tia Rivera und Adrian Wiltshire (Associate Choreographers). Sie dirigieren 20 Tänzer*innen für großformatige Gruppenszenen sowie das Streetdance-Duo «Les Twins», Larry und Laurent Bourgeois.
Irrwitzig, eine barocke Fülle, eine Materialschlacht, ein Leistungsnachweis dessen, was Entertainment sein kann, wenn nur ausreichend Geld und Manpower eingesetzt werden.
Es ist aber auch: ganz große Kunst. Und zwar gar nicht unbedingt im musikalischen Bereich. Ja, die elektronisch geprägten, auf den queeren Clubsounds der Neunzigerjahre fußenden Songs der aktuellen Beyoncé-CD «Renaissance» sind großartig, aber nicht deshalb ist das Hamburger Volksparkstadion ausverkauft. Die Massen kommen auch nicht, weil man unbedingt mal den Weltstar aus der Nähe sehen möchte – in die Nähe von Beyoncé kommt man nämlich nur, wenn man für rund 160 Euro einen Platz im «Golden Circle» gebucht hat, einem zentralen Bereich im Stadion, um den ein bespielter und betanzter Laufsteg führt. Die ...
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Tanz August-September 2023
Rubrik: Bewegung, Seite 6
von Falk Schreiber
Bevor sich der Vorhang öffnet, treten zwei Paare zum Schlussapplaus heraus – Signal für: Achtung, hier wird gleich seitenverkehrt gespielt. In der Tat zäumt Demis Volpi seine am Düsseldorfer Opernhaus uraufgeführte «Giselle«-Version zeitlich von hinten auf. Die Ausgangsposition ist ein xbeliebiges Theater, an dem gerade eine x-beliebige Inszenierung des Klassikers...
Deutschland
Altenburg Theater Premiere «Corpus», Ballett von Silvana Schröder vom Kreislauf des Lebens, Thüringer Staatsballett. Theaterzelt, 16., 23. Sept.; www.theater-altenburg-gera.de
Augsburg Theater Premiere «Charlie», Tanztheater von Ricardo Fernando. martini-Park, 30. Sept. www.staatstheater-augsburg.de
Baden-Baden Festspielhaus «The World of John...
Hackesche Höfe, Anfang der 90er-Jahre. Die Treppenhäuser sind verfallen. Manche Räume gesperrt. Irgendwo dort zeigt die Choreografin Sasha Waltz gemeinsam mit der Tänzerin Takako Suzuki eine kleine Arbeit, «Bungalow». Die beiden kämpfen mit einer Kühlschranktür und anderen sich selbstständig machenden Objekten. Alltag, ins Surreale überdreht. Überraschend, komisch,...
