Monacos Meister

Seit 30 Jahren dirigiert Jean-Christophe Maillot die Ballets de Monte-Carlo. Eine Erfolgsgeschichte, aufgeschrieben von Hartmut Regitz

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Kein Abschied. Jedenfalls nicht für Jean-Christophe Maillot. «Les Adieux» heißt das Stück, mit dem sich im Dezember 1986 der damalige Direktor des Centre Chorégraphique National de Tours an seiner späteren Arbeitsstätte vorstellt: ein Ballett, choreografiert zu Haydns Abschiedssymphonie, das sicher nicht die Welt «bewegt», aber dem gerade mal 26-Jährigen immerhin das vertrauensvolle Angebot einträgt, es doch mal mit dem «Wunderbaren Mandarin» zu versuchen – bekanntlich eins der schwierigsten Stücke der Ballettliteratur.

Todesmutig, sich der Möglichkeit seines Scheiterns stets bewusst, nimmt der langjährige Interpret John Neumeiers die Herausforderung an – und stellt ein halbes Jahr später einen Bartók auf die Beine, über den seinerzeit selbst der so gestrenge Kritiker des Pariser «Figaro» ins Schwärmen gerät: «La construction est sans faille. L’interprétation en est tout à fait remarquable.»

Einladungen folgen. Und offenbar geraten «Du haut de» (zu einer Komposition von Olivier Messiaen) und Ravels «L’Enfant et les sortilèges» so vielversprechend, dass ihn S. A. R. la Princesse de Hanovre (damals noch verheiratete Casiraghi, besser bekannt als Caroline von Monaco) Anfang 1992 zum ...

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Tanz August-September 2023
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Hartmut Regitz

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