Foto: Viola Berlanda
Gigi Cristoforetti
Mit einem BA in Zeitgeschichte, einem MA in Performing Arts Management und seiner nunmehr 20-jährigen Tätigkeit als Event-Manager mit zeitgenössischem Schwerpunkt ist der 56-jährige Gigi (Luigi) Cristoforetti ein erfahrener Macher. Seit 2002 mit der Leitung des «Torinodanza»-Festivals betraut, hat er seiner Vorliebe für Physical Theatre frönen können: Körperbetontes Tanztheater, postexpressionistischer Tanz (etwa als Koproduzent zahlreicher Arbeiten von Alain Platel) und Nouveau Cirque bilden die Eckpfeiler seiner künstlerischen Vision.
Cristoforetti ist außerdem Berater der Französischen Botschaft in Sachen «La Francia si muove», einem Projekt, das französische Tanzkompanien in Italien unterstützt. Nicht zuletzt dank der Städtepartnerschaft zwischen Lyon und Turin hat er in jüngerer Zeit die Zusammenarbeit mit der Leiterin der Maison de la Danse wie der «Biennale de la danse» in Lyon, Dominique Hervieu, intensiviert und mehrere Austauschprojekte angeregt. Ab September 2017 wird Cristoforettis Expertise den nationalen und internationalen Aktivitäten von Aterballetto – Fondazione Nazionale della Danza/Centro Nazionale di Promozione della Danza zugute kommen, zu deren Generalmanager er kürzlich ernannt worden ist. Was Cristoforetti ganz neue Arbeitsperspektiven eröffnen, aber auch Herausforderungen bescheren wird. Immerhin ist es das erklärte Ziel dieses Mannes, «in ein europäisches Netzwerk wichtiger Partner einzutreten und eine neue, führende Rolle beim Internationalisierungsprozess zu spielen, und das nicht nur für diese Kompanie (Aterballetto, Anm. d. Ü.), sondern für die gesamte italienische Tanz-Szene.»
Aus dem Englischen von Marc Staudacher
Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 171
von Silvia Poletti
Für den Residenzaufenthalt im Goethe-Institut Kyoto ist es Bedingung, dass man sich mit einem auf Japan bezogenen Projekt bewirbt. Ich schlug vor, die traditionelle japanische Teezeremonie näher zu betrachten, die mir erstmals vor Jahren im Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem begegnet war und deren choreografische und skulpturale Aspekte mich sehr fasziniert hatten – Disziplinen, in...
Schon früh in seiner Karriere hat der folkloristisch wie klassisch versierte Tänzer und stilsichere Choreograf Emilio Ochando den Entschluss gefasst, sich anstatt auf den populären Flamenco auf die weniger bekannten Tanz-Genres seiner Heimat zu konzentrieren: auf die Escuela Bolera und den klassischen spanischen Tanz. Folglich ist seine persönliche Handschrift, sind seine Choreografien...
Von solchen Freunden beziehungsweise Freundinnen hätte der Tanz gerne mehr. Seit 2013 leitet Brigitte Fürle die künstlerischen Geschicke des Festspielhauses St. Pölten. Seither geben sich hier die Größen der internationalen Szenen die Klinke in die Hand, für Auftritte und Residenzen. Fürle koproduziert Hofesh Shechter, Israel Galván, Lemi Ponifasio. Sie bietet den Künstlern...
