Okkupiert Raum
Der Konzeptkünstler Peter Kees setzt «Arkadische Quadratmeter» in die Landschaft. Die symbolische Landnahme steht für eine Utopie: dass nämlich die Erde wieder der Erde gehört, statt als Staatsbesitz zu firmieren. So ließe sich auch der Körper anders denken: nicht als staatsbürgerliche Hülle, sondern als freies Wesen, das seinen eigenen arkadischen Traum tanzt. Und der Tanz? Sollte, wie Peter Kees, Terrain okkupieren. Sollte Räume und Freiräume für sich beanspruchen. Das Arkadien der Kunst braucht keinen Staat im Rücken.
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Raum für Visionen, Seite 112
von Red.
Julian Amir Lacey wurde in New York vom Dresdner Ballettdirektor Aaron S. Watkin entdeckt, in einer Präsentation der School of American Ballet. Dort hat Lacey seine in San Francisco begonnene Ausbildung abgeschlossen. Training nach Waganowa, Erweiterung des Tanzhorizonts mit Balan-chine – das sind beste Voraussetzungen für die Dresdner Kompanie. Über deren...
Auffallend groß gewachsen ist er, attraktiv und gut gebaut dazu: Reece Clarke, First Artist beim Londoner Royal Ballet, bekommt in letzter Zeit vermehrt Klassiker-Hauptrollen anvertraut. Er verströmt eine Aura der Souveränität, wie sie Menschen seiner Körpergröße nicht selten von Natur aus mitbringen. Auf der Bühne ist er in der Regel mühelos auszumachen.
Im...
«To imagine the future is a political practice», schreibt die Feministin Laurie Penny auf der Netzplattform «The Baffler». Die Zukunft zu imaginieren, steht gerade auch im Zentrum unserer künstlerischen Arbeit im Theater. Im Theater erproben wir das Leben, die Welt. Die Bühne ist ein Raum zum Experimentieren und Imaginieren, zum Ausloten anderer Lebensmodelle und...
