Gefroren
Wie sieht ein Algorithmus den menschlichen Körper? Ein vielgestaltiges künstlerisches Experiment mit dem «Bin-Packing Algorithm» von Coralie Vogelaar stellt uns einige überraschende Ideen vor. «Bin-packing» oder das «Behälterproblem» ist ein kombinatorisches Optimierungsproblem. Wir kennen es vom Packen unserer Koffer oder Umzugskartons. Für die Transportindustrie allerdings wie für versandbasierte Internetunternehmen à la Amazon ist es von großer wirtschaftlicher Bedeutung, möglichst viele Sendungen mit möglichst -wenig logistischem Aufwand zu verschicken.
Dafür wurden Algorithmen entwickelt, die die notwendigen Schritte für die beste Lösung definieren. Ein «Bin-Packing Algorithm» berechnet also die optimale Art und Weise, räumliche Objekte in einem Behälter zu verpacken und dabei so wenig Platz wie möglich einzunehmen.
Was passiert nun, wenn man eine solche Lösung für Skulpturen, also für unregelmäßige Objekte sucht? Wie reagiert der Algorithmus auf eine Körper-Raum-Optimierungsaufgabe? Vogelaar verwendet für ihre Arbeit einen Datensatz von 1000 gescannten Skulpturen aus der klassischen Antike und dem Barock. Mit diesem Datensatz hat sie den entsprechend abgewandelten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2019
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Marina Dafova
2019 haben wir uns richtig in Stellung gebracht: für die Vielen, gegen die Anderen. Ganz Europa müsse endlich Position beziehen, gegen China,- Trump und den Brexit. Wir sollen mehr Haltung annehmen: auf jeden Fall gegenüber Russland, Syrien, Iran und natürlich auch das Unmögliche wagen: das Klima retten, bestens dadurch, dass wir öfter in der Heimat bleiben. Die...
Gerade ist sie 80 Jahre alt geworden: Hanne Wandtke, Tänzerin und Tanzpädagogin, in Dresden geboren und dort zu Hause. Die Eltern laufen mit der Sechsjährigen 1945 vor den Bomben weg. Es folgt ein Neuanfang in einfachen, aber musischen Verhältnissen. Sie macht den Eignungstest an der Palucca-Schule, obwohl sie die körperlichen Voraussetzungen für die Ballettstange...
Das Verlockendste an einem Tänzerleben ist das viele Reisen. Nur mit dem eigenen Körper ausgestattet, steht einem die Welt nahezu grenzenlos offen. Es braucht nicht viel: ein Bett, etwas zu essen und zu trinken, ein Studio, um mit Gleichgesinnten zu trainieren und zu proben. Wer auf einen so freien Tänzer wie Luigi Sardone trifft, erfährt, dass er mit gerade mal...
