ganz flexibel ausbremsen
Stefan Dreher,heute schon Sonnengrüße gemacht?
Theoretisch schon. Das ist eine etwas freche Behauptung, denn normalerweise sollte das Üben in den Tagesablauf integriert sein, aber ich bin gerade verletzt und vorsichtig.
Sie üben und unterrichten Iyengar-Yoga. Wie kam es dazu?
Meine Mutter hat Yoga gemacht und unterrichtet immer noch. Zu Hause war das immer sehr präsent. Sie lernte bei John Floris, einem Iyengar-Yoga-Lehrer in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze.
Er stand jeden Morgen um vier Uhr auf, um seine Übungen zu machen, hatte ein großes Familienleben, wohnte auf dem Land. Das war meine erste Begegnung mit einem Iyengar-Yoga-Lehrer. Später habe ich das hierarchische System kennengelernt und von Brüssel aus, wo ich gelebt und getanzt habe, eine vierjährige Ausbildung in den Niederlanden gemacht. Ohne die Begegnung mit Floris hätte ich das wohl nicht getan. Er war eine Ausnahmeerscheinung, ich kenne auch keinen Tänzer, der so intensiv körperlich war. Im Tanz gibt es das wohl gar nicht, denn man kann nicht so viel tanzen, wie man Yoga machen kann.
Iyengar-Yoga ist sehr genau, sehr kleinteilig.
Man sagt, man könne theoretisch eine Haltung vom Finger- oder Zehennagel aus ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 34
von Katja Schneider
Zum ersten Mal in der Hauptstadt gibt es Tanzfilm-Glimmer wie sonst nur in Brighton oder Amsterdam. Moderiert von Pegah Ferydoni, dem neuen Gesicht im «zdf.kulturpalast», sind zwölf Tanzfilme zu sehen, die zum «must see» des Genres gehören, von William Forsythe, Sasha Waltz, Jirˇí Kylián, Édouard Lock. Wim Wenders’ «Pina» trifft auf Birgit Adlers «Warten auf...
Ein Star ist sie sowieso, in doppelter Hinsicht: Als Sängerin und als ein Stern, der 1982 nach seiner Entdeckung «3772 Piaf» benannt wurde. Dass Édith Piaf «ihren Körper verlassen hat und auf ewig in diesem Asteroiden über uns ist», gefällt Mauro Bigonzetti. So inszeniert der Erfolgschoreograf aus Italien sein Ballett, als wäre «La Môme Piaf» eine Seelenverwandte...
Ted Brandsen, im Herbst erlebt das Niederländische Nationalballett, das Sie seit 2003 leiten, seinen 50. Geburtstag. Haben Sie trotz der Kürzung der staatlichen Zuschüsse Grund zum Feiern?
Ja, durchaus. Dennoch ist es schlimm und traurig, dass die Zuschüsse gekürzt wurden. Wir sind dankbar, dass es für uns nicht so schlimm gekommen ist, wie wir zuerst dachten. Die...
