Fremde Federn

Odette, Odile und der Feuervogel ziehen nicht nur das Publikum in ihren Bann. Auch Couturiers wie Christian Dior und Elsa Schiaparelli ließen sich von ihnen beflügeln

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Manche Dinge werden nie langweilig – vor allem dann, wenn sie sich immer wieder verwandeln. Zu diesen unvergänglichen Freuden zählt die Symbiose von Ballett und Mode. Saison für Saison – mal zart angedeutet, mal stilprägend – lässt dieses Zusammenwirken die Herzen höherschlagen. Mal hört man von Modedesigner*innen, die Ballettkostüme entwerfen, mal von Balletttänzer*innen, die zu Musen internationaler Modeschöpfer*innen werden.

Aktuell trendet «Balletcore», das sich klischeehafter Elemente des klassischen Balletts bedient: zarte Farben, Trikotstoffe, Stulpen und Ballerina-Schuhe.

Doch jenseits der stereotypen Schleifenromatik und Spitzenschuh-Ästhetik lohnt sich ein genauerer Blick – nämlich auf ein besonderes Motiv, das subtiler und doch nicht weniger prägend ist: die Vögel des Balletts. Sie gehören zum Rollen-Inventar seit dem 19. Jahrhundert und haben vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühmte Couturiers inspiriert. Vielfach vertreten sind hier die Schwäne – natürlich Pawlowas «Sterbender Schwan», der weiße Schwan Odette und der schwarze Schwan Odile aus «Schwanensee». Aber auch andere Varianten dienten als schöpferische Trigger, etwa der «Feuervogel» und die ...

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Tanz August/September 2025
Rubrik: Ideen, Seite 60
von Anastasia Tolstunova

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