Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt/Main, Foto: Wikimedia/Warburg
Rhein-Main
Die freie Tanzszene im Rhein-Main-Gebiet konzentriert sich – mit einer Ausnahme, von der noch zu reden sein wird – auf Frankfurt. Und daran, dass die Stadt am Main eine Tanzstadt ist, besteht kein Zweifel: Dreißig Jahre lang hat mit William Forsythe einer der wichtigsten zeitgenössischen Choreografen hier gelebt und gewirkt, erst als Chef des Balletts Frankfurt, dann als Leiter der Forsythe Company.
Er hat die Kulturszene der Stadt geprägt und das Publikum auf eindrucksvolle Weise eine Art Tanzblick gelehrt: Bis heute wird hier viel und gerne Tanz gesehen, die Offenheit und Neugier der Zuschauer ist groß. Auch das Künstlerhaus Mousonturm war stets ein Haus des zeitgenössischen Tanzes, in den 1990er-Jahren mit der eigenen Company S.O.A.P. Dance Theatre von Rui Horta und mit Gastspielen renommierter Choreografen und Kompanien wie NEUER TANZ, Xavier Le Roy und Meg Stuart.
Eine Stadt, die gern vergisst
Doch Frankfurt ist auch eine Stadt, die gern vergisst und das Eigene nicht immer zu schätzen weiß. So kam es Anfang der Nuller-Jahre zu einem beispiellosen Kahlschlag, von dem sich die Tanzszene noch immer nicht erholt hat: Eine Reihe international renommierter Institutionen und Kompanien ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 56
von Esther Boldt
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