Farah Deen
Leicht ist es keinesfalls, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, aber die 28-jährige Farah Deen versucht es trotzdem. Eigentlich ist sie auf Urban Dance spezialisiert, aber sie wagt auch Ausflüge ins schwierige Terrain des zeitgenössischen Fachs. Im Dezember des Vorjahres zeigte sie in ihrer Heimatstadt Salzburg die Uraufführung ihres ersten Solostücks «the Sky above, the Mud below». Entstanden ist diese Arbeit in Ko-operation mit Valentin Alfery, Choreograf der Company Hungry Sharks.
Die Hungry Sharks, gegründet 2011, sind eine Urban-Dance-Formation in Wien und Salzburg, die ab 2014 mit zwei Stücken für ein jugendliches Publikum auf sich aufmerksam gemacht hat. Bei «#fomo» ging es um smartphonesüchtige Jugendliche und in «Anthropozän» (2015) um die menschengemachte Veränderung des Planeten. In beiden Produktionen, die künstlerisch noch auf eher wackeligen Beinen standen, war Deen dabei. Und das, obwohl die Tochter einer Mutter aus dem österreichischen Kärnten und eines Vaters aus Sri Lanka bereits gut mit der Organisation des jährlichen Streetdance Battles «Flavourama» beschäftigt ist, das sie 2009 zusammen mit einer Freundin gegründet hat. Noch dazu ist sie Teil der Potpourri Urban Dance ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 158
von Helmut Ploebst
Ein Eiscafé in Berlin-Charlottenburg, beschallt vom benachbarten Spielplatz. Genau die passende Ecke für ein Treffen mit der hochschwangeren Elinor Jagodnik, Tänzerin des Berliner Staatsballetts. Zusammen mit dem Kollegen Friedrich Pohl, der gerade sein Engagement bei Martin Schläpfers Ballett am Rhein in Düsseldorf-Duisburg – nicht ganz freiwillig – beendet hat,...
Es gibt ein Wort im Tschechischen, das in etwa so viel wie «Heimat» bedeutet. Es heißt domov und ist vom lateinischen domus abgeleitet. Also von dem Begriff eines «Zuhause». Wenn wir diese Idee weiterverfolgen, könnte es auch bedeuten, dass dort, wo unser Haus steht, gleichzeitig unsere «Heimat» ist.
Eigentlich sollte ich diesen Beitrag «Heimat und Migration»...
Sie ist eine Virtuosin. Auf Krücken. Sie ist hochspezialisiert und – beziehungsweise: weil – gehandicapt. Zwischen diesen Eckpunkten hat die schottische Performerin Claire Cunningham sich ihren eigenen -Aktionsradius geschaffen und ihren Blick auf die Welt kontinuierlich erweitert. Und den unseren als Zuschauer gleich mit.
Anfangs zeigte sie auf der Bühne...
