Exponiert
Die Welt ist in Aufruhr. Russland hat die Ukraine mit Krieg überzogen, seitdem herrscht Eiszeit mit Europa. Die USA fürchten eine Wiederwahl Donald Trumps. Die Konflikte im Nahen Osten scheinen kein Ende zu nehmen. Die politischen Unruhen tangieren auch die Kunst- und Kulturszene. Sie spalten, erzeugen erbitterte Diskussionen, fordern Institutionen und Künstler*innen heraus.
Solche Krisen können zu Einschränkungen der Kunstfreiheit führen, weil politische Akteur*innen und Förder*innen versuchen, die Kunst zu zensieren oder Künstler*innen einzuschränken, um eigene Interessen zu schützen oder eigene Ziele zu verfolgen.
Was erleben iranische Performer*innen und Choreograf*innen, allesamt Expats, unter den Vorzeichen des aktuellen Nahostkonflikts? Iran gilt als Machtzentrum der Region, Erzfeind Israels. Aufschluss über ihre Sicht auf die Dinge geben drei iranische Künstler*innen, die in Wien, Paris und Berlin/Stockholm leben und arbeiten. Es ging in den Interviews zunächst um die Frage, wie der Gaza-Krieg die Festivalplanung in Deutschland, insbesondere in Berlin, beeinflusst. Wie reagieren Festivalmacher*innen auf die herausfordernde Situation, wie kommunizieren sie mit ...
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Tanz Juni 2024
Rubrik: Positionen, Seite 58
von Elaheh Hatami
Was heißt es, wirklich wach zu sein? Wo sind wir, wenn wir träumen? Gibt es ein Dazwischen? Diese oder ähnliche Fragen müssen Reginaldo Oliveira, den choreografierenden Ballettdirektor des Landestheaters Salzburg, für seine Interpretation von «Dornröschen» beschäftigt haben. Entstanden ist ein Ballett, das sich zu unterhalten traut und gleichzeitig zum Nachdenken...
Wie würde er wohl die Lage beurteilen? Und wem in gewohnter Schärfe die Leviten lesen? Ralph Giordano gehörte zu den streitbarsten Intellektuellen der Bundesrepublik. 1923 als Sohn einer jüdischen Mutter in Hamburg geboren und schon als Zehnjähriger mit dem Vernichtungsfuror des Dritten Reichs konfrontiert, überlebte er in seiner Heimatstadt und wurde nach 1945...
ALEX KATZ
In der Regel wird der Maler Alex Katz unter Pop Art und modernem Realismus eingeordnet. Tatsächlich gibt es in den Bildern des heute 96-Jährigen aber auch eine Verbindung zu den Darstellenden Künsten – in den 1960ern etwa entwarf er Bühnenbilder und Kostüme für die Paul Taylor Dance Company, eine gewisse Bühnennähe findet sich bis heute in seinen...
