Dance Company «Open Windows IX»
Ein letztes Mal, der letzte Tanz. Der Künstlerische Leiter der Dance Company des Theaters Osnabrück, Mauro de Candia, verlässt das Haus, und so findet die Reihe «Open Windows», in der Ensemblemitglieder sowohl als Choreograf*innen als auch als Tänzer*innen agieren, mit Teil IX ihr Ende. Gleichzeitig ist es der erste Versuch, von der Bühne des emma-theaters aus choreografische Arbeiten ins Digitale umzusetzen. Das Ergebnis überzeugt. Interessant ist, welche filmischen Mittel wie eingesetzt werden und wie sie sich zum performativen Material verhalten.
Die fünf Arbeiten der Osnabrücker Company wählen, ausgehend von der Black Box als Theaterraum, unterschiedliche Ansätze. Am organischsten wirkt das Resultat der ersten Arbeit, «Home (Prologue)» von und mit Ayaka Kamei. Die freie Handkamera, die für Überblendungen und effektvolle Spiele mit Licht und Dunkel eingesetzt wird, schafft es mühelos, einen Zustand irgendwo zwischen (Alp-)Traum und Realität sichtbar zu machen. Das anhaltende Nicht-Erwachen vermittelt sich gut über die Videoästhetik, die den Ausdruck des Bewegungsmaterials verstärkt.
Das ist nicht überall der Fall. Teils sind einzelne Szenen nur bedingt für die Kamera ...
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Tanz März 2021
Rubrik: Kalender, Seite 33
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