CD des Monats
Ob Martin Luther seine Texte auch vertont hat, wird sich letztlich wohl erst am Tag des Jüngsten Gerichtes klären lassen. Da es bis dahin vermutlich noch ein Weilchen dauert, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Protestant «Ein feste Burg ist unser Gott» zumindest abgesegnet hat. Ohne sein Zutun hätte sich das Kirchen- und Kampflied wohl kaum zur «Hymne der Reformation», zur «Marseillaise der Bauernkriege» entwickeln können.
Nicht ohne Grund firmiert auch die «Jubiläums-Edition» unter diesem Titel, die das gemeinsame «Werk» von Johann Sebastian Bach und Martin Luther auf vielfältige Weise dokumentiert. Gleich zu Anfang lässt der Dirigent Helmuth Rilling denn auch das Lied in der Bearbeitung von Johann Sebastian Bach so erschallen, als könnten selbst triumphierende Trompeten die «feste Burg» nicht im Mindesten erschüttern – gefolgt von unzähligen Chorälen, darunter mit «Nun freut euch, liebe Christen g’mein» das Kirchenlied, das am 31. Oktober gesungen wird: im Andenken an jenen Tag, an dem vor genau 500 Jahren Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben soll.
Ein Ereignis, das nicht nur die Welt verändert hat, ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Medien Januar 2017, Seite 63
von Hartmut Regitz
Sie war «solide, erdverbunden, aus schwerem Lehm, nicht aus Glas». Kein Wunder, dass sie lange Zeit nur «Die Schwester des Tänzers» war, wie der Roman von Eva Stachniak in der deutschen Übersetzung heißt. Der englische Originaltitel lautet mit mindestens ebenso großer Berechtigung «The Chosen One», denn Vaslav Nijinsky hatte Bronislava Nijinska als Opfer in...
In der Bolschaja-Dmitrowka-Straße der russischen Hauptstadt erinnert künftig ein Denkmal an die 2015 verstorbene Maja Plissezkaja. Die Skulptur von Victor Mitroshin zeigt die legendäre Ballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts in einer ihrer berühmtesten Rollen: als «Carmen» in der Choreografie von Alberto Alonso.
Der kanadische «Erik Bruhn Prize» geht in diesem...
Im Februar: Tanzen ist Sünde!
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