CD des Monats
An Stereo hat man sich inzwischen ja gewöhnt. Um Musik so hörbar zu machen, dass man dabei wieder die Ohren spitzt, muss man sich deshalb schon etwas Besonderes einfallen lassen. Etwas, das zum Beispiel Patrick Leuchter mit «Seven Spaces Cologne» versucht. Unter diesem Titel legt der Komponist und Sound Designer nicht einfach ein Album vor, das er gemeinsam mit Luis Reichard produziert hat.
Er ermöglicht vielmehr ein Hörerlebnis der dritten Art, indem er die einzelnen Tonspuren fertig gemischter Stücke noch einmal an unterschiedlichen Örtlichkeiten Kölns zum Klingen bringt. So steigt er mitsamt seinem Equipment in das Römergrab Weiden hinab oder sucht das Pumpwerk Schönhauserstraße auf, um seinem komplexen Mix aus Popmusik und Ambiente auf besondere Weise Raum zu geben.
Der Unterschied ist offenkundig, wenn man die beiden CDs des Doppelalbums miteinander vergleicht. Hat die Musik in der Fassung für Lautsprecher noch etwas Statisches, wird sie in der Version für Kopfhörer erstaunlich mobil. Und auf einmal beginnen nicht bloß die Glocken zu tanzen, wie einer der Titel suggeriert. Vielmehr bringt die Musik den Zuhörer so in Bewegung, als wäre er aktiver Teil einer ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Medien, Seite 62
von Hartmut Regitz
Einen Tag nach der Präsidentenwahl in den USA hat der Haushaltsausschuss des Bundestags sich auf den Haushaltsentwurf 2017 geeinigt. Mit dabei: zusätzliche 280 Millionen für die Kultur, bis zum Jahr 2020 sollen es 660 sein. Das meiste davon dient dem Erhalt von Immobilien. Aber auch 5,63 Millionen für den Tanz sind eingeplant, verteilt auf die nächsten fünf Jahre....
Kein Blick zurück im Zorn? Das Schlussbild zeigt Adrian J. Wanliss auf der Galerie, weinlaubbekränzt. Und dieser Dionysos lacht. Es ist kein gewöhnliches Lachen, mit dem er sich von seinem Publikum verabschiedet. Es ist ein spöttisches, ein sardonisches Lachen, eins, das einem eigentlich im Halse stecken bleiben sollte.
Es ist neu – wie so manches an dem Tanzfonds...
Nicht nur zur Weihnachtszeit möchte man die Nuss knacken. Doch wie soll man auf der Ballettbühne das Immergrün des Tannenbaums zum Verschwinden bringen? Wie einen Klimawandel begründen, der im Frühjahr oder Herbst die Schneeflocken walzerselig tanzen lässt? Peter Tschaikowsky hat dafür die Musik geschrieben, und die lässt sich allenfalls umdeuten, nicht aber...
