Ausstellungen, Screenings, Ausblicke Juni 2017
Ausstellung
Carolee Schneemann
Carolee Schneemann wurde soeben bei der Biennale in Venedig für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Nun zeigt auch das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt/Main eine Werkschau mit teils selten oder noch nie gezeigten Werken dieser amerikanischen Pionierin der Performancekunst.
Schneemanns Position innerhalb der zeitgenössischen Tanzszene ist unübersehbar: Ihre Tanzorgie «Meet Joy» (1964) wurde eben noch von Mette Ingvartsen in «69 positions» (tanz 1/15) zitiert. Der künstlerische Feminismus bei Valie Export und der Wiener Aktionismus sind stark von der heute 77-Jährigen beeinflusst. Weibliche Nacktheit auf der Bühne und Schneemanns Reflexionen über den nicht fetischisierbaren Frauenkörper begannen mit Arbeiten wie ihrer Körperperformance «Eye Body» (1963) mit kriechende Schlangen auf ihrem Körper.
Als Film in der Ausstellung «Carolee Schneemann. Kinetische Malerei» noch bis zum 24. September zu sehen; www.mmk-frankfurt.de.
Berlin, Alexander und Renate Camaro Stiftung, www.camaro-stiftung.de
«Tribute to Iris Barbura»: Rund 80 Exponate aus privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Tanz-Fotografien, Briefe, Kostüme und Masken, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Am 11. Mai 2005 wurde das Musical «Billy Elliot» am Londoner Victoria Palace Theatre uraufgeführt. Ich saß im Parkett, hatte eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne und das mit Promis reichlich bestückte Publikum. Was ich noch nicht wusste: Ich sollte einem der bemerkenswertesten Bühnenereignisse meiner Kritikerlaufbahn beiwohnen. Am Schluss seiner erhebenden Tanz-...
Das kleinste institutionelle Tanzensemble der Schweiz ist nicht nur eines der feinsten, nun tanzt es auch ein Stück der international angesagten Choreografin Crystal Pite. Derlei grenzt an Zauberei. Wunderbar ist die kleine quirlige Truppe Tanz Luzerner Theater, weil ihre Leiterin Kathleen McNurney ein so sicheres Händchen für künstlerisches Potenzial hat,...
Hofesh Shechter
Andere machen Uraufführungen, dieser Choreograf hat‘s am liebsten als Gesamtkunstwerk. «Grand Finale» heißt der neueste Trip, auf den er das Publikum schickt. Was es zu sehen kriegt? Zehn Tänzer, «eine Welt im freien Fall» dank mannigfaltiger Erschütterungen im «Zeitalter der Extreme», als Zugabe Live-Musiker, die das passende akustische Armageddon...
